Montag, 31. Oktober 2011
Viele Banken locken derzeit mit bemerkenswert hohen Festgeldzinsen. Manchmal 3,5% auf drei Jahre oder gar 4,5% auf fünf Jahre. Angesichts von Tagesgeldzinsen die um die 2 % liegen, scheinen das sehr attrative Angebote zu sein. Doch wie immer bei der Geldanlage, sollte man sich auch hier sehr genau überlegen, was man tut…
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Samstag, 29. Oktober 2011
Im August und September sind die Aktienkurse in den Keller gegangen. Wenn man nach dem Warum gefragt hat, dann bekam man in der Regel zur Antwort: “Die Sache mit Griechenland wird wohl doch schlimmer als befürchtet, höchstwahrscheinlich wird Griechenlands Pleite nicht zu verhindern sein – selbst mit Rettungsschirm. Und was dann kommt … das wird sicherlich dramatisch.”
Ich schätze ja an sich die Süddeutsche Zeitung, aber auch hier war in dieser Zeit ein Artikel dick überschrieben mit “Wie Lehman, nur viel schlimmer” (oder so ähnlich; ich zitiere gerade aus dem Kopf). Dieser Artikel wagte die Meinung, dass es im Falle einer Pleite Griechenlands (die ja jetzt seit ein paar Tagen amtlich ist) alles viel schlimmer werden würde als damals in 2008 bei der Lehman-Pleite.
Naja, jetzt werden die Staatsschulden Griechenlands auf 50 % zurechtgestutzt. Die Pleite Griechenlands ist also seit ein paar Tagen keine Befürchtung mehr, sondern eine Tatsache. Und was passiert? Ist es nun, wie von so vielen, vorhergesagt, dramatisch schlimmer als im Herbst 2008?
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Dienstag, 4. Oktober 2011
Diesen Artikel habe ich eben im Handelsblatt gefunden: “Die geheimen Kosten der Altersvorsorge“. Hier wird insbesondere darauf eingegangen, dass die Gebührenstruktur bei fondsgebundenen Lebensversicherungen im Allgemeinen nur schwer durchschaubar sind.
Aus eigener Erfahrung kann ich folgendes sagen. Mir werden ja im Rahmen von Beratungen abgeschlossene Lebensversicherungen zur Beurteilung vorgelegt. Ich kann nur sagen, dass eine solche Beurteilung bei fondsgebundenen Lebensversicherungen extrem schwierig ist. Und zwar deswegen, weil man von den Versicherungsgesellschaften fast imemr einfach keine brauchbaren Zahlen bekommt. Man tappt hier total im Dunklen.
Nun kann man sich fragen, warum die meisten Versicherungen mit bezug auf ihre fondsgebundenen Lebensversicherungen so intransparent sind. Es drängt sich förmlich der Verdacht auf, dass hier entscheidende Informationen verheimlicht werden. Wenn das aber tatsächlich so ist, so sollte man Vorsorge halber die Finger vor solchen Produkten lassen. So jedenfalls meine Meinung.
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Montag, 26. September 2011
Ich habe mir den Prospekt des Bayernfonds Deutschland 23 genauer angesehen. Anbeiter ist die Real I.S. AG aus München. Die Prognoserechnung im Emissionsprospekt geht bis zum Jahre 2022.
Es soll ein Eigenkapital (samt Agio) von insgesamt 126.001.00 Euro eingesammelt werden (im Prospekt auf Seite 78). Zusammen mit einem Fremdkapital von 120.118.133 Euro werden 85% eines Hamburger Einkaufszentrum erworben. Der Kaufpreis dafür liegt laut Fonds-Prospekt bei 215.381.162 Euro liegt.
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Donnerstag, 15. September 2011
Gestern (14.09.11) am frühen Vromittag konnte man auf verschiedenen Börsen-Informationskanälen folgendes lesen: “Analysten rechnen für den heutigen Tag mit weiteren Kursrückgängen.” Und tatsächlich startete der Aktienmarkt leicht im Minus. Im Laufe des Tages drehten aber die Kurse bis zu einem Plus von über 4%.
Interessant ist hier nicht nur die krasse Fehleinschätzung dieser genannten Analysten. Viel bemerkenswerter ist, wie sehr in den Medien momentan Meldungen über zukünftige Kapitalmarktentwicklungen gemacht werden.
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Freitag, 9. September 2011
Zur Zeit durchleben wir eine Krise, die immer wieder als “Euro-Krise” bezeichnet wird. Für mich ist das ein wenig seltsam, denn wenn man sich die europäische Gemeinschaftswährung ansieht, so ist sie sowohl im Innenverhältnis als auch im Außenverhältnis bemerkenswert stabil (mit Innenverhältnis ist die Teuerungsrate oder Inflation gemeint, mit dem Außenverhältnis der Wechselkurs zu anderen Währungen).
Genau besehen, handelt es sich ja auch nicht um eine Krise des Euro als Währung, sondern um eine europäische Staatsschuldenkrise. Seltsamerweise wird beides unversehens in einen Topf geworfen. Warum das von so vielen Leuten gemacht wird, ist mir nicht klar.
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Dienstag, 6. September 2011
Seit August hat sich die Lage an den Kapitalmärkten dramatisch zugespitzt. Deutsche Aktien haben innerhalb von ein paar Wochen bis zu 30% an Kursverlusten hinnehmen müssen. Die Medien sind voller negativer Meldungen.
All dies verleitet dazu, das große Ganze aus den Augen zu verlieren, und den Blick nur auf das zu richten, was unmittelbar in den nächsten Wochen vor uns liegt. Bei der Geldanlage ist es aber wichtig, eine Perspektive einzunehmen, die in Jahren rechnet und nicht in Tagen oder Wochen.
Direkt gefährlich ist es, aufgrund der aktuellen Stimmungslage (die sich auch sehr schnell wieder ändern kann) seine mittel- oder langfristigen Ziele aus den Augen zu verlieren.
Erinnern wir uns: Im Herbst 2008 stand das Finanzsystem kurz vor dem Zusammenbruch. Die Kurse stürzten ab. Und als die Lage völlig aussichtslos erschien, erreichten die Börsen ihre Tiefststände, um danach in gewaltigen Schritten wieder zu steigen. Nach dem Krisenjahr 2008 machte der DAX in 2009 ein Plus von 24,5% und in 2010 ein Plus von 16,5%.
Auf das „runter“ folgt mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wieder das „rauf“. Ja, es gibt dramatische und auch beängstigende Momente an der Börse. Es folgen aber immer wieder Phasen des Aufschwungs. Wenn man so will, ist das das Wesen des Geldanlagens.
Insofern steckt in Kostolanys „Schlaftablette“ viel Weisheit. Der Altmeister des Aktieninvestments sagte bekanntlich: „Investiere in Aktien und nimm eine Schlaftablette.“ Auf diese Weise kann man ruhig über turbulente Börsenzeiten hinwegkommen. Und genau darum geht es auch derzeit.
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Donnerstag, 1. September 2011
Die Rating-Agentur Standard & Poors (S&P) stuft US-Staatsanleihen von AAA auf AA+ herab. Und die Folge ist ein weltweiter Aktiencrash. Das Peinliche an der Sache: Inzwischen weiß man, dass sich S&P um viele Milliarden USD verrechnet hat. Dennoch ist und bleibt es erstaunlich, dass Rating-Agenturen einen so großen Einfluss haben…
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Montag, 15. August 2011
Neulich bin ich über eine ganz nette Anekdote gestolpert. Die Japaner hatten nämlich bis 1872 einen eigenen Kalender, der naturgemäß nur sehr wenig mit dem Europäischen (gregorianischen) Kalender zu tun hatte. Beispielsweise kannen die Japaner bis dahin keine 7-Tage-Woche.
Interessanterweise hat die Einführung des europäischen Kalenders in Japan etwas mit Finanzen zu tun …
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Samstag, 23. Juli 2011
In der Financial Times Deutschland habe ich am 21. Juli einen interessanten Artikel gelesen (S. 21, Autor; Brigitte Watermann) mit dem Titel: “Gier frisst Hirn”…
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