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	<title>Geldanlage- und Finanz-Blog</title>
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	<description>von Dr. Hannes Peterreins</description>
	<lastBuildDate>Mon, 14 May 2012 12:58:39 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
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		<title>Das Flexible VorsorgeKonto der CosmosDirekt (Berichtigung)</title>
		<link>http://www.geldanlage-finanz-blog.de/2602/das-flexible-vorsorgekonto-der-cosmosdirekt-berichtigung/</link>
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		<pubDate>Mon, 14 May 2012 12:53:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peterreins</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich hatte an dieser Stelle vor ein paar Tagen über das Flexible VorsorgeKonto der CosmosDirekt geschrieben. Die CosmosDirekt bietet hier bei monatlicher Kündbarkeit die Möglichkeit zu einer Festgeld-ähnlichen Anlageform. Und zwar gemäß einer Zinsstaffel, bei der der Anleger im ersten Jahr 1,75%, im zweiten Jahr 2,25%, im dritten Jahr 3,80 % und danach weiterhin 3,80% [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich hatte an dieser Stelle vor ein paar Tagen über das <a title="Flexibles VorsorgeKonto der CosmosDirekt" href="http://flexvo.cosmosdirekt.de/flexible-vorsorge/flexibles-vorsorgekonto.html" target="_blank">Flexible VorsorgeKonto</a> der CosmosDirekt geschrieben. Die CosmosDirekt bietet hier bei monatlicher Kündbarkeit die Möglichkeit zu einer Festgeld-ähnlichen Anlageform. Und zwar gemäß einer Zinsstaffel, bei der der Anleger im ersten Jahr 1,75%, im zweiten Jahr 2,25%, im dritten Jahr 3,80 % und danach weiterhin 3,80% p.a. erhält. In meinem ersten Beitrag habe ich die Vertragsbedingungen so verstanden, dass von diesen Zinsen noch Verwaltungskosten abgezogen werden. Nach einem erneuten Telefonat mit der CosmosDirekt weiß ich jetzt, dass die oben genannte Zinsstaffel für den Anleger genauso auch netto, d.h. nach Kosten, ankommt. Die Kosten sind also bei dieser Zinsstaffel bereits berücksichtigt.</p>
<p>Wenn ein Anleger sich für das Flexible VorsorgeKonto interesiert, so sollte er nur einen wichtigen Punkt beachten, der unter § 1 der Allgemeinen Bedingungen steht:</p>
<p style="padding-left: 30px;">&#8220;&#8230; (3) Erleben Sie das Ende der vereinbarten Ansparphase, zahlen wir Ihnen die vereinbarte Rente &#8230;</p>
<p style="padding-left: 30px;">(4) An Stelle der Rentenzahlungen leisten wir zum Fälligkeitstag der ersten Rente eine Kapitalabfindung, wenn Sie diesen Termin erleben und uns der Antrag auf eine Kapitalabfindung vor dem Fälligkeitstag der ersten Rente zugegangen ist&#8230;&#8221;</p>
<p>Der Anleger muss also vor Ablauf der Ansparphase überprüfen, ob er die lebenslangen Rentenzahlungen wünscht oder wieder sein Geld zurück haben will. In letzterem Fall darf der Anleger nicht vergessen, die CosmosDirekt rechtzeitig in Kenntnis zu setzen.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Die Crux mit den erfolgsbahängigen Managementgebühren</title>
		<link>http://www.geldanlage-finanz-blog.de/2595/erfolgsabhaengige-gebuehren-erfolgsbeteiligung-managementhonorar/</link>
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		<pubDate>Fri, 20 Apr 2012 18:14:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peterreins</dc:creator>
				<category><![CDATA[Informationen zu Anlagemöglichkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Vermögensberatung]]></category>
		<category><![CDATA[Gewinnbeteiligung]]></category>
		<category><![CDATA[Quirin Bank]]></category>
		<category><![CDATA[Vermögensverwaltung]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute habe ich in Der Welt einen interessanten Artikel gelesen. Titel: &#8220;Wie Fondssparer abgezockt werden&#8221;. (S. 15) Darin wird aur eine Studie des Anaylsehauses Scope verwiesen. Scope hat den Einfluss sogenannter erfolgsabhängigen Managementgebühren bei Investmentfonds untersucht. Viele Anleger halten es nämlich für ein gute Idee, wenn ein Vermögensverwalter oder Fondsmanager erfolgsabhängig entlohnt wird. Nach dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2598" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://www.geldanlage-finanz-blog.de/wp-content/uploads/2012/04/quirinbank-honorierung.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-2598" title="50 Euro Bullseye" src="http://www.geldanlage-finanz-blog.de/wp-content/uploads/2012/04/quirinbank-honorierung-150x150.jpg" alt="Quirin Bank Honorarberatung Gewinnbeteiligung" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Quirin Bank Honorarberatung Gewinnbeteiligung</p></div>
<p>Heute habe ich in Der Welt einen interessanten Artikel gelesen. Titel: &#8220;Wie Fondssparer abgezockt werden&#8221;. (S. 15) Darin wird aur eine Studie des Anaylsehauses Scope verwiesen. Scope hat den Einfluss sogenannter erfolgsabhängigen Managementgebühren bei Investmentfonds untersucht.</p>
<p>Viele Anleger halten es nämlich für ein gute Idee, wenn ein Vermögensverwalter oder Fondsmanager erfolgsabhängig entlohnt wird. Nach dem Motto: Wenn er gut gearbeitet hat, dann soll er auch mehr verdienen. Viele Leute glauben, dass sich durch ein solches Honorierungsmodell der Vermögensverwalter/Fondsmanager dazu motiviert wird, sich besonders anzustrengen. So dass am Ende davon &#8211; so meint man &#8211; auch der Anleger einen Mehrwert hätte. Auch ein Preismodell der Quirinbank ist erfolgsabhängig (&#8220;<a title="Quirinbank Vermögensverwaltung" href="http://quirinbank.de/meta/downloads/21_Vermoegensverwaltungsauftrag_14122010_v2.pdf">VV-Preismodell 1 mit Erfolgsbeteiligung</a>&#8220;). Über die Quirinbank habe ich schon einmal <a title="Quirinbank" href="http://www.geldanlage-finanz-blog.de/2256/die-preismodelle-der-quirin-bank-im-vergleich/">hier</a> geschrieben.</p>
<p>In diesem Weblog habe ich bereits darauf hingewiesen, dass ein solches Vergütungsmodell lange nicht so fair ist, wie es den Anschein hat. Siehe z.B. den Artikel &#8220;<a title="Quirinbank-Vermögensverwaltungshonorar" href="http://www.geldanlage-finanz-blog.de/1544/teil-3-wie-findet-man-den-richtigen-vermogensverwalter-gebuehren-management-fees/">Teil 3: Wie man den richtigen Vermögensverwalter findet</a>&#8220;.</p>
<p>Interessant ist nun, dass die Scope-Studie meine Bedenken gegen eine erfolgsabhägige Honorierung absolut bestätigt &#8230;</p>
<p><span id="more-2595"></span></p>
<p>Nachfolgend ein paar Zitate aus dem Welt-Artikel:</p>
<p style="padding-left: 30px;">&#8220;Erfolgsabhängige Gebühren klingen in den Ohren der Anleger fair: Wenn der Fondsmanager gut gearbeitet hat, soll er auch einen Teil des Gewinns als Belohnung kassieren &#8211; wenn nicht, dann nicht. Doch tatsächlich kann von einer fairen Behandlung der Anleger keine Rede sein. Im Gegentiel: Die auch als Performance-Fee bezeichnete Gebühr schadet dem Anleger, sie kostet ihm viel Rendite. Dies zeigt eine Auswertung des Analysehauses Scope &#8230;&#8221;</p>
<p>In dieser Studie wurden Investmentfonds in verschiedene Klassen eingeteilt, beispielsweise in</p>
<ul>
<li>Alle Aktienfonds, alle Mischfonds, oder</li>
<li>Aktiefonds mit Schwerpunkt Europa,</li>
<li>Garantiefonds oder Mischfonds, etc.</li>
</ul>
<p>Bei all diesen Klassen wurden immer die Renditen über die letzten drei Jahre untersucht, und zwar</p>
<ol>
<li>für Investmentfonds <span style="text-decoration: underline;">mit </span>erfolgsabhängiger Gebühr</li>
<li>für Investmentfonds <span style="text-decoration: underline;">ohne</span> erfolgsabhängige Gebühr, und</li>
</ol>
<p>Wie gesagt glauben viele Anleger, dass Fondsmanager/Vermögensverwalter dann besser motiviert sind und bessere Renditen erzielen, wenn sie am Erfolg beteiligt sind. So die Theorie. Danach jedenfalls müssten immer die Fonds mit erfolgsabhängiger Gebühr (1) besser abschneiden als diejeinigen ohne erfolgsabhängiger Gebühr (2).</p>
<p>Die Studie kommt hingegen zu der gegenteiligen Erkenntnis: dass nämlich in fast allen betrachteten Klassen über die letzten drei Jahre die Investmentfonds mit Gewinnbeteiligung <em>schlechter</em> abgeschnitten haben als diejenigen ohne Gewinnbeteiligung des Managements. Und das zum Teil sehr deutlich.</p>
<p>Nachfolend eine Auswahl der Überrenditen, die Fonds ohne erfolgsabhängige Honorierung in den letzten drei Jahren erbracht haben:</p>
<ul>
<li>Rentenfonds insgesamt: +1,03 %</li>
<li>Aktienfonds insgesamt: +0,51 %</li>
<li>Mischfonds insgesamt: +2,73 %</li>
<li>Garantiefonds: +4,26 %</li>
<li>Aktien global: +2,15 %</li>
<li>Mischfonds global flexibel: + 1,45 %</li>
<li>Vermögensverwaltende Fonds ausgewogen: +2,68 %</li>
<li>Vermögensverwaltende Fonds flexibel; +4,42 %</li>
<li>Vermögensverwaltende Fonds offensiv: +2,53 %</li>
</ul>
<p>Die einzige Ausnahme bilden europäische Aktienfonds. Hier hatten die Fonds mit Gewinnbeteiligung eine Überrendite von 0,41 % im Vergleich zu jenen Fonds ohne Gewinnbeteiligung.</p>
<p>Insgesamt aber eine ganz klare Aussage: Die Gewinnbeteiligung des Fondsmanagements führt zu einem schlechteren Ergebnis für die Anleger. Bzw. kluge Anleger meiden eine Management mit Gewinnbeteiligung.</p>
<p>Dies mag dem einen oder anderen überraschen. Recht besehen ist dieses Ergebnis aber nicht erstaunlich. Denn die Gewinnbeteiligung des Fondsmanagements/Vermögensverwalters hat offensichtliche Nachteile:</p>
<p>a) Das Management ist zwar an den Gewinnen beteiligt, aber nicht entsprechend an den Verlusten. Dies führt dazu, dass die Geldmanager einen Anreiz zu erhöhtem Risiko haben. Denn bei höherem Risiko steigt das zu erwartende eigene Honorar. Und angenehmerweise führen Verluste nicht zu erheblichen Honorar-Einbußen. Ein Manager, der eine Gewinnbeteiligung hat, wäre somit dumm, wenn er nicht über die Maßen ins Risiko ginge. Das muss aber nicht im Sinne des Anlegers sein.</p>
<p>b) Für den Fall, dass tatsächlich Gewinne erzielt werden, kostet die Beteiligung des Managements am Gewinn dem Anleger richtig viel Geld .</p>
<p>Letztlich überbewertet eine Gewinnbeteiligung die Fähigkeit eines Geldmanagers dazu &#8211; gegen den Markt &#8211; Gewinne zu erzielen. Sofern das tatsächlich einmal geschieht, sollte man so ehrlich sein und zugeben, dass das mehr mit Glück und Zufall zu tun hatte als mit Können. So ehrlich können aber Fondsmanager/Vermögensverwalter naturgemäß nicht sein, wenn sie ihrem Honorar eine erfolgsabhängige Komponente geben.</p>
<p>Im Welt-Artikel steht dann auch:</p>
<p style="padding-left: 30px;">&#8220;Dass [die erfolgsabhängige Gebühr] die Fondsmanager zu besseren Leistungen motiviert, wird durch dieErgebnisse der Studie als Mär entlarvt. Sie zeigen aus Sicht von Scope-Analyset Sasa Perovic vielmehr wie dreist die Investmentgesellschaften vorgehen &#8230;Ganz nach dem Motto: Mit den Privatanlegern können sie es machen&#8230;&#8221;</p>
<p>Im Artikel wird noch ein weiteres Problem im Zusammenhang mit erfolgsabhängigen Gebühren genannt: Die Berechnung ist zumeist sehr komplex und intransparent. Ein normaler Anleger hat kaum eine Chance im allgemeinen nachzuvollziehen, wie die Gewinnbeteiligung tatsächlich berechnet wird.</p>
<p>Aus meiner Sicht ergibt das ein ganz eindeutiges Kriterium erstens für die Auswahl von Investmentfonds und zweitens für die Auswahl von Vermögensverwaltern:</p>
<ul>
<li>Vermeiden Sie eine gewinnabhängige Honorierung!!!</li>
</ul>
<p>Auch die Quirin Bank bietet ein Honorierungsmodell mit Gewinnbeteiligung an. Sie gibt vor, besonders fair zu sein. Nach dem Ergebnis dieser Studie muss sich die Quirin Bank die Frage stellen, ob sie wirktlich so fair ist, wie sie behauptet. Das erfolgsabhängige Preismodell ist jedenfalls letztlich nicht besonders fair.</p>
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		<title>Angst vor Inflation schafft Immobilienblase</title>
		<link>http://www.geldanlage-finanz-blog.de/2593/angst-vor-inflation-schafft-immobilienblase/</link>
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		<pubDate>Fri, 13 Apr 2012 09:32:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peterreins</dc:creator>
				<category><![CDATA[Informationen zu Anlagemöglichkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Immobilien]]></category>

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		<description><![CDATA[In der heutigen Süddeutschen Zeitung (13.04.12) steht auf Seite 17 ein Artikel mit der Überschrift: &#8220;Mein Haus, mein Garten, mein Risiko&#8221;. Darunter steht als Untertitel: &#8220;Aus Inflationsangst kaufen viele Deutsche Immobilien. Die Preise steigen stark &#8211; entsteht eine Blase?&#8221; Ein interessanter Artikel, wie ich meine. Nachfolgend ein paar Zitate daraus &#8230; In dem genannten Artikel [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In der heutigen Süddeutschen Zeitung (13.04.12) steht auf Seite 17 ein Artikel mit der Überschrift: &#8220;Mein Haus, mein Garten, mein Risiko&#8221;. Darunter steht als Untertitel: &#8220;Aus Inflationsangst kaufen viele Deutsche Immobilien. Die Preise steigen stark &#8211; entsteht eine Blase?&#8221;</p>
<p>Ein interessanter Artikel, wie ich meine. Nachfolgend ein paar Zitate daraus &#8230;</p>
<p><span id="more-2593"></span></p>
<p>In dem genannten Artikel steht:</p>
<p style="padding-left: 30px;">&#8220;&#8230; Die Idee der Investoren: Die Finanzkrise hat gezeigt, dass das Geld bei der Bank nicht mehr sicher ist. Die Schuldenkrise hat gezeigt, dass Staatsanleihen nicht mehr sicher sind. Was bleibt, ist die Flucht in reale Werte: Gold und Immobilien. So denkt der Mensch in diesen Tagen.</p>
<p style="padding-left: 30px;">&#8216;Vieles spricht dafür, dass wir uns in Deutschland am Anfang einer Immobilienblase befinden&#8217;, sagt Steffen Sebastian, Professor für Immobilienwirtschaft an der Universität Regensburg&#8230;. Sebastian sieht darin eine große Gefahr: &#8216;Die Interessenten sind häufig keine Spekulanten, sondern normale Privatanleger, die in völliger Verkennung der Risiken aus Angst ums Geld meinen, alles in Immobilien investieren zu müssen.&#8217; Sie hätten vielleicht 100.000 Euro auf der hohen Kante und leihen sich 300.000 Euro; damit aber gingen sie ein enormes Klumpenrisiko und eine hohe Verschuldung ein. &#8216;Das ist genau das Gegenteil von Sicherheit, die breite Streuung und niedrirge Verschuldung verlangt&#8217;, sagt der Professor.</p>
<p style="padding-left: 30px;">Die Lage ist so angespannt, dass die Bundesbank vor einigen Wochen in einem Monatsbericht warnte: Die Entwicklung der Mieten könnte mit der rasanten Entwicklung der Preise nicht mithalten. Viele Finanzierungen würden dann platzen&#8230; Jörg Asmussen, Direktoriumsmitglied der Europäischen Zentralbanke, glaubt, man müsse die Lage auf dem Immobilienmarkt &#8216;aufmerksam verfolgen&#8217;.  Für einen Notenbanker deutliche Worte.</p>
<p style="padding-left: 30px;">Makler berichten, dass sich Interessenten bei Besichtigungen inzwischen in Häusern drängeln, für die vor drei Jahren keiner gekommen wäre. Oft fühlen sie sich unter Druck, dem Kauf binnen weniger Minuten zuzustimmen, weil ihnen das Objekt der Begierde sonst weggeschnappt werde. &#8216;Unheimlich viele Leute vergessen, dass es sich bei einer Immobilie um eine sehr riskante Anlage handelt&#8217;, dasgt Professor Sebastian. &#8216;Das kommt von der Illusion, dass man ein Haus ja sehen und anfassen kann und damit auch besser bewerten als ein anonymes Wertpapier.&#8217;</p>
<p style="padding-left: 30px;">&#8230;</p>
<p style="padding-left: 30px;">Die Angst vor Inflation und die Sorge um den Euro trübt manchem Privatanleger den Blick. Dabei gibt es bei einer Immobilie enorm viele Risiken: Der Mieter muss stimmen, die Stadt sich gut entwickeln, die Lage gleich gut bleiben. &#8216;Was ist, wenn in der Nähe eine große Straße gebaut wird?&#8217; fragt Experte Sebastian.</p>
<p style="padding-left: 30px;">Vor allem darf nicht zu viel fremdfinanziert sein. Statt ein ganzes Haus zu kaufen, sei es bei Immobilien daher fast immer besser, etwa über offene Fonds zu investieren: Mit wenig Geld könne man eine breite Streuung erzielen. Der Professor hält es für sinnvoll, maximal 20 Prozent des Gesamtvermögens in Immobilien anzulegen. Es sollte über fünf, sechs Anlageklassen verteilt sein.</p>
<p style="padding-left: 30px;">Hartmut Schwarz von der Verbraucherzentrale Bremen beobachtet, dass viele Leute wegen der derzeit niedrigen Zinsen &#8216;in Versuchung geraten&#8217;&#8230; Das könne zum Problem werden, wenn in zehn Jahren eine Anschlussfinanzierung ansteht und sich der Zins dann verdoppelt habe. &#8216;Ich rate inzwischen jedem, es sich dreimal zu überelgen&#8217;, sagt Schwarz.&#8221;</p>
<p>Auch ich halte es für sehr bedenklich, was gerade am deutschen Immobilienmarkt abläuft. Leider stürzen sich viele Menschen derzeit in das Abenteuer Immobilie in der Regel rein angstgetrieben und ohne gründlich darüber nachzudenken. Es ist ziemlich sicher, dass es hier für einige ein sehr böses Ewachen geben wird.</p>
<p>Merkwürdigerweise ignorieren viele Anleger, dass am Anfang der aktuellen Finanzkrise bereits Immobilienblasen standen. OK, nicht in Deutschland. Wohl aber in den USA, in Spanien und in Irland. Spaniens und Irlands Staatsverschuldungen waren beispielsweise vorbildlich in Europa. Aufgrund des jahrelangen starken Wertzuwachses von Immobilien in diesen Ländern, meinten die dortigen Banken, dass man bei Immobilienfinanzierungen nichts falsch machen könne. Als es dann aber zum Preiseinbruch am Immobilienmarkt in Spanien und Irland kam, standen die Banken reihenweise kurz vor der Pleite. Was der Staat dann aufgefangen hat, so dass diese beiden Länder heute so hoch verschuldet sind. Am Anfang war aber jeweils eine Immobilienblase - und wer weiß, möglicherweise ähnliche Entwicklungen, wie wir sie momentan gerade (aber eben um ein paar Jahre verspätet) in Deutschland erleben.</p>
<p>Wer aber meint, eine fremdfinanzierte Immobilie sei eine &#8220;sichere Geldanlage&#8221;, der liegt definitiv falsch.</p>
<p style="padding-left: 30px;">&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Bewertung einer fondsgebundenen Lebensversicherung</title>
		<link>http://www.geldanlage-finanz-blog.de/2590/bewertung-einer-fondsgebundenen-lebensversicherung/</link>
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		<pubDate>Tue, 03 Apr 2012 12:39:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peterreins</dc:creator>
				<category><![CDATA[Informationen zu Anlagemöglichkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[fondsgebunden Lebensversicherung]]></category>
		<category><![CDATA[Fondssparen]]></category>

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		<description><![CDATA[Vor ein paar Wochen habe ich angeboten, Altersvorsorgeprodukte zu analysieren (Link dorthin.) Hier hat sich unter anderem Herr L. gemeldet, der 1999 eine fondsgebundene Lebensversicherung abgeschlossen hat, die noch bis 2019 läuft. Bislang hat er rund 34.000 Euro eingezahlt. Der Gesamtwert der Fonds, in die die LV anspart, liegt bei ca. 31.000 Euro. Das ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor ein paar Wochen habe ich angeboten, Altersvorsorgeprodukte zu analysieren (<a title="Fondsgebundene Lebensversicherung" href="http://www.geldanlage-finanz-blog.de/2554/wer-mochte-eine-altersvorsorge-versicherung-analysiert-haben/" target="_blank">Link dorthin</a>.) Hier hat sich unter anderem Herr L. gemeldet, der 1999 eine fondsgebundene Lebensversicherung abgeschlossen hat, die noch bis 2019 läuft. Bislang hat er rund 34.000 Euro eingezahlt. Der Gesamtwert der Fonds, in die die LV anspart, liegt bei ca. 31.000 Euro. Das ist ein Minsu von ca. -8,8%.</p>
<p>Angesichts dieses bescheidenen Ergebnisses fragt sich Herr L., ob es nicht besser wäre die LV beitragsfrei zu stellen und stattdessen in einen herkömlichen Fondssparplan weiterzusparen&#8230;</p>
<p><span id="more-2590"></span></p>
<p>Die Bewertung fondsgebundener Lebensversicherungen ist besonders schwierig, weil die Versicherungsgesellschaften hier in der Regel sehr zurückhaltend sind mit Angaben über die Leistungen zum Laufzeitende. Das ist insofern auch verständlich als natürlich kein Mensch sagen kann, welche Rendite Aktienfonds innderhalb der nächsten Jahre erzielen wird.</p>
<p>Interessant sind allemal die Gebühren und Kosten, die mit einer solchen LV verbunden sind. Das sind normalerweise:</p>
<ol>
<li>Einrichtungskosten am Anfang des Vertrages,</li>
<li>anfängliche Vertriebskosten</li>
<li>Jährliche sogenannte Stückkosten (in unserem Fall 30,60 Euro pro Jahr)</li>
<li>Laufende Verwaltungskosten  (in unserem Fall 0,75 % des Vertragswertes)</li>
<li>Laufende Risikobeiträge zur Deckung der Risiko</li>
<li>Laufende Gebühren und Kosten, die innerhalb der Zielfonds anfallen (schätzungsweise 1,5% p.a.)</li>
</ol>
<p>Da der Vertrag von Herrn L. schon einige Jahre läuft, lasse ich im folgenden die anfänglichen Abschlusskosten außer Betracht. Gerade diese sind aber in der Regel erheblich. Nur ist der Vertrag inzwischen schon abgeschlossen und dann geht es vor allem um die Frage, ob es sinnvoll ist, den Vertrag weiterzufüren.</p>
<p>Herr L. zahlt monatlich einen Betrag von 247 Euro in seine fondsgebundene Lebensversicherung ein. Davon gehen &#8211; grob geschätzt &#8211; 4 Euro pro Monat für den Risikobeitrag und die auf den Monat heruntergerechneten Stückkosten drauf. In seinen Spartopf gehen somit nur etwa 243 Euro monatlich.</p>
<p>Wenn die Manager der Zielfonds es schaffen, vor Kosten &#8211; sagen wir - 6 % zu erwirtschaften, dann fallen innerhalb des Versicherungsmantels insgesamt schätzungsweise 2,25 % pro Jahr an lafuenden Kosten an (Verwaltungskosten der Versicherungsgesellschaft und fondsinterne Kosten). Daher werden aus 6% vor Kosten für Herrn L. 3,75 % nach Kosten.</p>
<p>Spart man 243 Euro über 8 Jahre monatlich in eine Anlageform an, die eine Rendite von 3,75 % p.a. hat, dann hat man am Ende 27.168 Euro. Das ist in etwa der Betrag, den sich Herr L. zusätzlich erhält, wenn er weiter in seine fondsgebundene LV weiterspart. Zusätzlich zu dem bisher angesparten Geld.</p>
<p>Die Alternative besteht darin, die Versicherung beitragsfrei zu stellen und in einen kostengünstigen Fondssparplan weiterzusparen. Der Nachteil ist natürlich, dass bei der LV am Ende keine Steuern zu zahlen sind, wohl aber Abgeltungsteuern bei dem Fondssparplan. Mit diesem Argument werden sehr häufig fondsgebundene Lebensversicherungen angepriesen.</p>
<p>Als Alternative nehme ich an, dass Herrn L. Fonds zur Verfügung stehen, die ohne Ausgabeaufschlag zu haben sind und 1,0% p.a. interne Gebühren haben. Werden nun 6% vor Kosten erzielt, so bleiben für Herrn L. netto 5% p.a. Ferner werden kommen monatlich nicht nur 243 Euro in den Spartopf, wie bei der LV, sondern monatlich 247 Euro.</p>
<p>Spart man über 8 Jahre monatlich 247 Euro in eine Anlageform an, die 5 % p.a. Rendite erzielt, so hat man am Ende 29.064 Euro. Zieht man hiervon die Abgeltungsteuer ab, so verbeiben noch 27.673 Euro. Das sind immerhin 504 Euro mehr im Vergleich zur Versicherungsvariante.</p>
<p>Geht man von einer erzielbaren Rendite vor allen Kosten von 8 % p.a. aus, so ist der Vorteil des Fondssparens nur ca. 26 Euro.</p>
<p>Geht man von einer erzielbaren Rendite vor allen Kosten von 4 % p.a. aus, so ist der Vorteil des Fondssparens 940 Euro.</p>
<p>Interessant ist, dass im Großen und Ganzen der Fondssparplan im Vergleich zur fondsgebundenen Lebensversicherung attraktiver ist &#8211; trotz des steuerlichen Nachteils. Jedenfalls im Falle des Herrn L. Eine interessante Erkenntnis wie ich meine.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.geldanlage-finanz-blog.de/2590/bewertung-einer-fondsgebundenen-lebensversicherung/feed/</wfw:commentRss>
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		</item>
		<item>
		<title>Orderschuldverschreibungen der Future Business KG aA (Platzierung durch INFINUS) &#8211; Was ist davon zu halten?</title>
		<link>http://www.geldanlage-finanz-blog.de/2583/orderschuldverschreibungen-der-future-business-kg-aa-fubus-infinus/</link>
		<comments>http://www.geldanlage-finanz-blog.de/2583/orderschuldverschreibungen-der-future-business-kg-aa-fubus-infinus/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 27 Mar 2012 10:39:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peterreins</dc:creator>
				<category><![CDATA[Informationen zu Anlagemöglichkeiten]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.geldanlage-finanz-blog.de/?p=2583</guid>
		<description><![CDATA[Nachdem ich die Captura Inhaberschuldverschreibung analysiert habe, hat mich jetzt jemand nach meiner Meinung über die Orderschuldverschreibungen der Future Business KG aA (2011/2012) gefragt. Die Future Businss KG aA (nachfolgend kurz Fubus) emittiert eine ganze Reihe von sog. Orderschuldverschreibungen, die jetzt in 2012 emittiert werden. Neben den Informationen, die im Internet zugänglich sind, liegen mir zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem ich die <a title="Captura Inhaberschuldverschreibung" href="http://www.geldanlage-finanz-blog.de/2576/inhaberschuldverschreibung-serie-45-captura-gmb/">Captura Inhaberschuldverschreibung</a> analysiert habe, hat mich jetzt jemand nach meiner Meinung über die Orderschuldverschreibungen der <a title="Fubus Future Business KG" href="http://www.fubus.de/">Future Business KG aA</a> (2011/2012) gefragt. Die Future Businss KG aA (nachfolgend kurz Fubus) emittiert eine ganze Reihe von sog. Orderschuldverschreibungen, die jetzt in 2012 emittiert werden. Neben den Informationen, die im Internet zugänglich sind, liegen mir zu der Emission vor allem folgende Dokumente vor:</p>
<ul>
<li><a href="http://www.geldanlage-finanz-blog.de/wp-content/uploads/2012/03/Basisprospekt-Orderschuldverschreibung-Future-Business-KG-Infinus1.pdf">Basisprospekt Orderschuldverschreibungen Future-Business KG</a> vom 27.09.2011</li>
<li><a href="http://www.geldanlage-finanz-blog.de/wp-content/uploads/2012/03/Endgueltige-Bedingungen-Orderschuldverschreibungen-Future-Business-KG-Infinus1.pdf">Endgültige Bedingungen Orderschuldverschreibungen Future Business KG</a> vom 15.02.2012</li>
</ul>
<p>Mit der Platzierung ist <a title="Infinus AG" href="http://www.infinus.de/">INFINUS AG Finanzdienstleistungsinstitut</a> aus Dresden betraut.</p>
<p>Mit der Emission sind sogenannte Emissionskosten in Höhe von 25,163 Mio Euro verbunden. Das sind ca. 7,3 % des geplanten Emissionsvolumens.</p>
<p>Da diese Orderschuldverschreibungen durch keinen Einlagensicherungsfonds geschützt sind, hängt für den Anlger alles von der Zahlungsfähigkeit der Emittentin, also der Future Business KG aA, ab. Um das beurteilen zu können, kann sich der Anleger folgende Frage stellen:</p>
<ul>
<li>Welche Rendite muss die Future Business KG aA mit bezug auf das netto eingesammelte Kapital erzielen, damit sich die Emission für die Emittentin wirtschaftlich lohnt?</li>
</ul>
<p>Diese Frage zu beantworten ist insofern schwierig, als insgesamt 130 verschiedene Orderschuldverschreibungen emittiert werden in einem geplanten Gesamtvolumen von 344,5 Mio Euro. Ich werde aber dennoch versuchen, diese Frage <span style="text-decoration: underline;">überschlägig </span>zu beantworten.</p>
<p><span id="more-2583"></span></p>
<p>Die  insgesamt 130 verschiedenen Orderschuldverschreibungen kann man in zehn Typen klassifizieren:</p>
<p><strong>Typ 1: Orderschuldverschreibungen mit unendlicher Laufzeit und 30 Tagen Mindestanlage</strong></p>
<ul>
<li>13 Schuldverschreibungen mit einem geplanten Gesamtvolumen von 32,5 Mio Euro.</li>
<li>Kupon: 5,0 %</li>
<li>Rückzahlung: 100%.</li>
<li>Laufzeit: Mindestlaufzeit von 30 Tagen; danach kann der Anleger mit einer Frist von 30 Tagen jederzeit kündigen.</li>
</ul>
<p><strong>Typ 2: Orderschuldverschreibungen mit unendlicher Laufzeit und 90 Tagen Mindestanlage</strong></p>
<ul>
<li>13 Schuldverschreibungen mit einem geplanten Gesamtvolumen von 156,0 Mio Euro.</li>
<li>Kupon: 6,0 %</li>
<li>Rückzahlung: 100%.</li>
<li>Laufzeit: Mindestlaufzeit von 90 Tagen; danach kann der Anleger mit einer Frist von 30 Tagen jederzeit kündigen.</li>
</ul>
<p><strong>Typ 3: Orderschuldverschreibungen Nullkupon mit zwei Jahren Laufzeit</strong></p>
<ul>
<li>13 Schuldverschreibungen mit einem geplanten Gesamtvolumen von 26 Mio Euro.</li>
<li>Kupon: 0,0 %</li>
<li>Rückzahlung: 113,42%.</li>
<li>Laufzeit: 2 Jahre (ohne Kündigungsrechte).</li>
</ul>
<p><strong>Typ 4: Orderschuldverschreibungen mit zwei Jahren Laufzeit und Zinsausschüttung</strong></p>
<ul>
<li>13 Schuldverschreibungen mit einem geplanten Gesamtvolumen von 26 Mio Euro.</li>
<li>Kupon: 6,0 %</li>
<li>Rückzahlung: 100%.</li>
<li>Laufzeit: 2 Jahre (ohne Kündigungsrechte).</li>
</ul>
<p><strong>Typ 5: Orderschuldverschreibungen Nullkupon mit drei Jahren Laufzeit</strong></p>
<ul>
<li>13 Schuldverschreibungen mit einem geplanten Gesamtvolumen von 26 Mio Euro.</li>
<li>Kupon: 0,0 %</li>
<li>Rückzahlung: 122,50%.</li>
<li>Laufzeit: 3 Jahre (ohne Kündigungsrechte).</li>
</ul>
<p><strong>Typ 6: Orderschuldverschreibungen mit drei Jahren Laufzeit und Zinsausschüttung</strong></p>
<ul>
<li>13 Schuldverschreibungen mit einem geplanten Gesamtvolumen von 26 Mio Euro.</li>
<li>Kupon: 7,0 %</li>
<li>Rückzahlung: 100%.</li>
<li>Laufzeit: 3 Jahre (ohne Kündigungsrechte).</li>
</ul>
<p><strong>Typ 7: Orderschuldverschreibungen Nullkupon mit fünf Jahren Laufzeit</strong></p>
<ul>
<li>13 Schuldverschreibungen mit einem geplanten Gesamtvolumen von 13 Mio Euro.</li>
<li>Kupon: 0,0 %</li>
<li>Rückzahlung: 143,56%.</li>
<li>Laufzeit: 5 Jahre (ohne Kündigungsrechte).</li>
</ul>
<p><strong>Typ 8: Orderschuldverschreibungen mit fünf Jahren Laufzeit und Zinsausschüttung</strong></p>
<ul>
<li>13 Schuldverschreibungen mit einem geplanten Gesamtvolumen von 13 Mio Euro.</li>
<li>Kupon: 7,5 %</li>
<li>Rückzahlung: 100%.</li>
<li>Laufzeit: 5 Jahre (ohne Kündigungsrechte).</li>
</ul>
<p><strong>Typ 9: Orderschuldverschreibungen Nullkupon mit zehn Jahren Laufzeit</strong></p>
<ul>
<li>13 Schuldverschreibungen mit einem geplanten Gesamtvolumen von 13 Mio Euro.</li>
<li>Kupon: 0,0 %</li>
<li>Rückzahlung: 215,89%.</li>
<li>Laufzeit: 10 Jahre (ohne Kündigungsrechte).</li>
</ul>
<p><strong>Typ 10: Orderschuldverschreibungen mit zehn Jahren Laufzeit und Zinsausschüttung</strong></p>
<ul>
<li>13 Schuldverschreibungen mit einem geplanten Gesamtvolumen von 13 Mio Euro.</li>
<li>Kupon: 8,0 %</li>
<li>Rückzahlung: 100%.</li>
<li>Laufzeit: 10 Jahre (ohne Kündigungsrechte).</li>
</ul>
<p>Alle bis auf die ersten beiden Typen haben fixe Auszahlungsstrukturen. Bei den Orderschuldverschreibungen der Typen 1 und 2 hingegen haben wir sehr variable Modalitäten. So könnte es beispielsweise sein, dass alle Inhaber der  Orderschuldverschreibungen dieser beiden Typen innerhalb eines Jahres ihr gesamtes Geld wieder zurück haben möchten.</p>
<p>Es könnte aber auch sein, dass alle Inhaber der Orderschuldverschreibungen der Typen 1 und 2 ihr Geld niemals zurückfordern oder  allesamt erst in 10 Jahren. Je nachdem ergeben sich für die Emittentin unterschiedlich günstige<br />
Bedingungen. Da bei der Emission Kosten in Höhe von ca. 7,3 % des Emissionsvolumens anfallen, ist zunächst eines klar: Je früher die Anleger ihr Geld zurückwollen, umso ungünstiger für die Emittentin. Und je später die Anleger ihr Geld zurückwollen, umso wirtschaftlich besser für die Emittentin.</p>
<p><strong>Bewertung durch den effektiven Jahreszins</strong></p>
<p>Im folgenden nehme ich an, dass alle Orderschuldverschreibungen wie prospektiert vollständig in 2012 emittiert werden.</p>
<p>Um die Gesamtinvestition bewerten zu können, berechne ich für verschiedene Szenarien den <a title="Effektiver Jahreszins" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Effektiver_Jahreszins">effektiven Jahreszins</a>. Dies ist die gängige Methode, um Darlehen zu vergleichen. In unserem Fall hilft der effektive Jahreszins bei der Beantwortung der obigen Frage: Welche Rendite muss die Emittentin erzielen, damit sich die Emission für sie wirtschaftlich lohnt?</p>
<p>Investiert jemand zum Beispiel Geld in ein unternehmerisches Projekt und nimmt dafür einen Kredit auf, der ihn 5% p.a. kostet. Dann lohnt sich dieser Kredit nur dann, wenn das Projekt einen Ertrag von mindestens 5% erwirtschaftet. Andernfalls ist der Kredit ein Draufzahlgeschäft. Dabei ist wichtig zu erwähnen, dass dieser Investor natürlich trotz Verluste möglicherweise all seine Schulden samt Zinsen zurückzahlt. Dennoch wünscht man sich als Fremdkapitalgeber natürlich einen Schuldner, der auf Basis des gegebenen Darlehens wirtschaftliche Erträge generiert. Wer nämlich zu lange nur Verluste macht, ist möglicherweise irgendwann nicht mehr zahlungsfähig. Klar ist auch: Je teurer der Kredit, umso schwieriger wird es für den Unternehmer am Ende ein Plus zu erwirtschaften.</p>
<p><strong>Szenario 1</strong></p>
<p>Nehmen wir an, dass alle Inhaber der Orderschuldverschreibungen des Typs 1 und 2 insgesamt ihr Geld nach genau 10 Jahren zurückfordern. Sehen wir uns an, welche Zahlungsverpflichtungen die Emittentin in den folgenden 10 Jahren hat:</p>
<p>Nach dem ersten Jahr:</p>
<ul>
<li>Zinszahlungen in Höhe von 1.625.000 Euro an die Inhaber der Orderschuldverschreibungen des Typs 1</li>
<li>Zinszahlungen in Höhe von 9.360.000 Euro an die Inhaber der Orderschuldverschreibungen des Typs 2</li>
<li>Zinszahlungen in Höhe von 1.690.000 Euro an die Inhaber der Orderschuldverschreibungen des Typs 4</li>
<li>Zinszahlungen in Höhe von 1.820.000 Euro an die Inhaber der Orderschuldverschreibungen des Typs 6</li>
<li>Zinszahlungen in Höhe von 975.000 Euro an die Inhaber der Orderschuldverschreibungen des Typs 8</li>
<li>Zinszahlungen in Höhe von 1.040.000 Euro an die Inhaber der Orderschuldverschreibungen des Typs 10.</li>
</ul>
<p>Insgesamt also Zinszahlungen in Höhe von 16.510.000 Euro.</p>
<p>Ähnliche Berechnungen kann man für die folgenden Jahre machen, wobei ab dem dritten Jahr auch Kapitalrückzahlungen erfolgen.</p>
<p>Insgesamt ergibt sich folgender Zahlungsstrom:</p>
<ul>
<li>2012: Fubus erhält nach Kosten den Nettoermissionserlös von 319.337.000 Euro.</li>
<li>2013: Zinszahlungen insgesamt in Höhe von 16.510.000 Euro.</li>
<li>2014: Zinszahlungen und Kapitalrückzahlungen insgesamt in Höhe von 71.999.200 Euro</li>
<li>2015: Zinszahlungen und Kapitalrückzahlungen insgesamt in Höhe von 72.670.000 Euro</li>
<li>2016: Zinszahlungen insgesamt in Höhe von 13.000.000 Euro</li>
<li>2017: Zinszahlungen und Kapitalrückzahlungen insgesamt in Höhe von 44.662.800 Euro</li>
<li>2018: Zinszahlungen insgesamt in Höhe von 12.025.000 Euro</li>
<li>2019: Zinszahlungen insgesamt in Höhe von 12.025.000 Euro</li>
<li>2020: Zinszahlungen insgesamt in Höhe von 12.025.000 Euro</li>
<li>2021: Zinszahlungen insgesamt in Höhe von 12.025.000 Euro</li>
<li>2022: Zinszahlungen und Kapitalrückzahlungen insgesamt in Höhe von 241.590.700 Euro.</li>
</ul>
<p>Bezogen auf diesen Zahlungsstrom ist der effektive Jahreszins: 7,66 % p.a.</p>
<p>Anders formuliert: Unter der Voraussetzung, dass alle Inhaber der Orderschuldverschreibung des Typs 1 und 2 ihr Geld exakt nach 10 Jahren zurückhaben wollen, muss die Emittentin &#8211; grob gerechnet &#8211; 7,66% Rendite auf das eingesammelte Kapital erzielen, damit die Emission für das Unternehmen wirtschaftlich ist.</p>
<p><strong>Szenario 2</strong></p>
<p>Jetzt nehmen wir einmal das andere Extrem an. Dass nämlich alle Anleger bereits nach einmal Jahr all ihre Orderschuldverschreibungen des Typs 1 und 2 kündigen. In diesem Fall ergibt sich folgender Zahlungsstrom:</p>
<ul>
<li>2012: Fubus erhält nach Kosten den Nettoermissionserlös von 319.337.000 Euro.</li>
<li>2013: Zinszahlungen und Kapitalrückzahlungen insgesamt in Höhe von 205.010.000 Euro</li>
<li>2014: Zinszahlungen und Kapitalrückzahlungen insgesamt in Höhe von 61.014.200 Euro</li>
<li>2015: Zinszahlungen und Kapitalrückzahlungen insgesamt in Höhe von 61.685.000 Euro</li>
<li>2016: Zinszahlungen insgesamt in Höhe von 2.015.000 Euro</li>
<li>2017: Zinszahlungen und Kapitalrückzahlungen insgesamt in Höhe von 33.677.800 Euro</li>
<li>2018: Zinszahlungen insgesamt in Höhe von 1.040.000 Euro</li>
<li>2019: Zinszahlungen insgesamt in Höhe von 1.040.000 Euro</li>
<li>2020: Zinszahlungen insgesamt in Höhe von 1.040.000 Euro</li>
<li>2021: Zinszahlungen insgesamt in Höhe von 1.040.000 Euro</li>
<li>2022: Zinszahlungen und Kapitalrückzahlungen insgesamt in Höhe von 42.105.700 Euro.</li>
</ul>
<p>Bezogen auf diesen Zahlungsstrom ist der effektive Jahreszins: 10,68 % p.a.</p>
<p><strong>Zusammenfassung</strong></p>
<p>Je nachdem, wann die Inhaber der Orderschuldverschreibungen des Typs 1 und 2 ihr Geld zurückhaben möchten, ergeben sich unterschiedliche effektive Jahreszinssätze. In der Realität ist natürlich nicht davon auszugehen, dass all diese Anleger in ein und demselben Jahr ihre Orderschuldverschreibungen kündigen. Um aber überhaupt überschlägig rechnen zu können, mache ich einfach diese Annahme. Nachfolgend das Ergebnis der Berechnungen:</p>
<ul>
<li>Effektiver Jahreszins, wenn alle Inhaber der Orderschuldverschreibungen des Typs 1 und 2 im ersten Jahr kündigen (Szenario 2): 10,68 % p.a.</li>
<li>Effektiver Jahreszins, wenn alle Inhaber der Orderschuldverschreibungen des Typs 1 und 2 im zweiten Jahr kündigen: 9,73 % p.a.</li>
<li>Effektiver Jahreszins, wenn alle Inhaber der Orderschuldverschreibungen des Typs 1 und 2 im dritten Jahr kündigen: 9,14 % p.a.</li>
<li>Effektiver Jahreszins, wenn alle Inhaber der Orderschuldverschreibungen des Typs 1 und 2 im fünften Jahr kündigen: 8,44 % p.a.</li>
<li>Effektiver Jahreszins, wenn alle Inhaber der Orderschuldverschreibungen des Typs 1 und 2 im zehnten Jahr kündigen (Szenario 1): 7,66 % p.a.</li>
</ul>
<p>Natürlich kann die Emittentin deutlich geringere Erträge erzielen und dennoch all ihren Gläubigern das geliehene Geld samt Zinsen zurückzahlen. Klar ist aber auch, dass ein Zahlungsausfall und damit Verluste für die Anleger umso<br />
wahrscheinlicher werden, je größer die Differenz ist zwischen effektivem Jahreszins und dem tatsächlich durch das Unternehmen erwirtschaftete Ertrag.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Wie Schneeballsysteme funktionieren</title>
		<link>http://www.geldanlage-finanz-blog.de/2580/wie-schneeballsysteme-funktionieren/</link>
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		<pubDate>Fri, 23 Mar 2012 08:30:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peterreins</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geldanlage im allgemeinen]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine der ältesten Betrugsmaschen ist das sog. Schneeballsystem. Dieses System ist so alt, dass ich es mehr als erstaunlich finde, dass immer noch viele Menschen darauf reinfallen. Immerhin werden bemerkenswert häufig fragwürdige Angebote aus der Taufe gehoben, die letztlich nichts anderes als ein Schneeballsystem sind. Was wenige wissen, ist, dass ein früher und spektakulärer Fall [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.geldanlage-finanz-blog.de/wp-content/uploads/2012/03/schneeballsystem.jpg"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-2582" title="Schneeballsystem" src="http://www.geldanlage-finanz-blog.de/wp-content/uploads/2012/03/schneeballsystem-150x150.jpg" alt="Wie ein Schneeballsystem funktioniert" width="150" height="150" /></a>Eine der ältesten Betrugsmaschen ist das sog. Schneeballsystem. Dieses System ist so alt, dass ich es mehr als erstaunlich finde, dass immer noch viele Menschen darauf reinfallen. Immerhin werden bemerkenswert häufig fragwürdige Angebote aus der Taufe gehoben, die letztlich nichts anderes als ein Schneeballsystem sind.</p>
<p>Was wenige wissen, ist, dass ein früher und spektakulärer Fall eines Schneeballsystems aus Bayern stammt. <a title="Spitzeder Schneeballsystem" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Adele_Spitzeder">Adele Spitzeder</a> gründete 1869 die Spitzedersche Privatbank. Sitz dieser Bank war die Dachauer Straße in München, weshalb sie auch Dachauer Bank genannt wurde.</p>
<p><span id="more-2580"></span></p>
<p>Das Geschäftsmodell von Adele Spitzeder war wie folgt: Sie versprach Anlegern 10% Zinsen auf ihre Einlagen &#8211; pro Monat. Die ersten Anleger, die ihr zaghaft vertrauten, erhielten tatsächlich jeden Monat 10 % ausgezahlt. Daraufhin sprach sich schnell rum, erstens welche hohe Zinsen Frau Spitzeder verspricht und zweitens dass sie die Zinsen <span style="text-decoration: underline;"><em>bisher</em></span> auch tatsächlich immer gezahlt hat.</p>
<p><strong>Anleger schließen von der Vergangenheit auf die Zukunft</strong></p>
<p>Anleger ticken nämlich so: Sie schließen von der Vergangenheit auf die Zukunft. Das Argument ist: Wenn Frau Spitzeder bisher immer die versprochenen Zinsen bezahlt hat, dann wird sie es auch künftig tun.</p>
<p>Diesen Schluss machen viele Anleger ständig. Gold wird gekauft, weil der Goldpreis die letzten Jahre stark gestiegen ist. Die Anleger nehmen an, dass es so weitergehen wird. Aktien hingegen sind gefallen &#8211; also, so meinen viele Anleger, wird es auch künftig mit Aktien weiter nach unten gehen. Oder deutsche Immobilien haben jüngst schöne Wertsteigerungen erlebt, so dass viele Anleger daran glauben, dass Immobilien künftig noch wertvoller werden. Oder: Der XYZ-Fonds war in den letzten Jahren besser als die meisten anderen Fonds, also &#8211; so schließen viele Anleger &#8211; wird dieser Fonds auch künftig überchurchschnittlich sein.</p>
<p>All das sind Beispiele für unsere Neigung, in Finanzdingen von der Vergangenheit auf die Zukunft zu schließen. Leider ist das fast immer ein Trugschluss. Aber genau diese Neigung machen sich Initiatoren von Schneeballsystemen zu nutze.</p>
<p>Denn ein wesentlicher Bestandteil des Schneeballsystems ist, dass in der ersten Phase die hohen Renditeversprechen auch <em>tatsächlich </em>eingehalten werden. Der Trick besteht darin, dass die Anleger anfangs noch skeptisch sind und nur mit kleinen Beträgen die Sache einmal &#8220;testen&#8221; möchten. Andere sind ganz am Anfang so vorsichtig, dass sie ein dubioses Angebot nicht einmal zu testen bereit sind.</p>
<p><strong>Am Anfang scheint das System zu funktionieren</strong></p>
<p>Sobald aber die ersten Anleger erzählen, dass das System &#8220;tatsächlich funktioniert&#8221;, schießen sie selbst in der Regel höhere Beträge nach. Und die Vorsichtigen werden überzeugt, dass das dubiose Angebot vielleicht doch nicht so dubios ist, da es ja inzwischen &#8220;Beweise&#8221; gibt, dass es einige Male geklappt hat.</p>
<p>So wird nach und nach immer mehr angelegt. Und je mehr von mal zu mal dazu kommt, umso leichter ist es, das Schneeballsystem aufrecht zu erhalten. Die Zinsen für die Altinvestoren hat Adele Spitzeder immer von dem Geld derer  beglichen, die gerade neu dazugekommen sind.</p>
<p>Erst wenn nicht mehr genügend neue Anleger nachkommen oder zu viele alte Anleger ihr Geld zurückfordern, stürzt das Schneeballsystem in sich zusammen. Bei Adele Spitzeder war das 1872. Immerhin lief ihr System drei Jahre lang. Am Ende hatten viele Menschen viel Geld verloren.</p>
<p>Ich erlebe es immer wieder, dass Anleger mich bezüglich eines dubiosen Anlageangebots um Rat fragen. Machmal erkenne ich sehr schnell, dass es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um ein Schneeballsystem handelt und warne entsprechend. Das Problem ist natürlich, dass man das zunächst nicht mit letzter Gewissheit sagen kann. Erst wenn es schließlich zusammengebrochen ist, weiß man, dass es sich wirklich um ein Schneeballsystem genhandelt hat. Im Nachhinein ist man immer schlau.</p>
<p><strong>In Finanzdingen ist es gefährlich von der Vergangenheit auf die Zukunft zu schließen</strong></p>
<p>Solange man diese Gewissheit noch nicht hat, könnte ein vermeintliches Schneeballsystem möglicherweise ja ein seriöses Angebot sein. Das zu beurteilen ist nicht leicht. Was aber gar kein Argument ist, ist folgendes:</p>
<p style="padding-left: 30px;">&#8220;Mein Bekannter hat das auch schon gemacht und er hat tatsächlich die versprochenen Renditen ausgezahlt bekommen. Das ist doch ein Beweis, dass die Versprechen gehalten werden.&#8221;</p>
<p>Wer weiß wie Schneeballsysteme funktionieren, kann über ein solches Argument nur lachen. Das ist genau ein essentieller Bestandteil dieser Betrugsmasche, sich ein paar aufrechte Zeugen zu schaffen, die belegen, dass die Renditeversprechen bisher tatsächlich eingehalten wurden. Auch wenn das für die Vergangenheit richtig ist, und ein Schneeballsystem-Initiator bisher immer alle versprochenen Zinsen gezahlt hat, so ist das noch lange kein Argument dafür, dass das so weitergehen wird. Das ist eben der Irrtum, dem so viele (leider) auf den Leim gehen.</p>
<p>Wichtig ist vielmehr zu überprüfen, dass ein Angebot in sich schlüssig ist. Das, wie gesagt, ist in der Regel nicht leicht. Ich habe schon einige sehr intelligente Menschen gesehen, die Schneeballsystemen auf den Leim gegangen sind.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Die Inhaberschuldverschreibung Serie 45 der Captura GmbH</title>
		<link>http://www.geldanlage-finanz-blog.de/2576/inhaberschuldverschreibung-serie-45-captura-gmb/</link>
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		<pubDate>Wed, 21 Mar 2012 14:14:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peterreins</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles zum Kapitalmarkt]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.geldanlage-finanz-blog.de/?p=2576</guid>
		<description><![CDATA[Ein Kunde hat mich die Tage angesprochen. Ein &#8220;unabhängiger&#8221; Anlageberater hätte ihm die Inhaberschuldverschreibung der Captura GmbH angeboten. Und zwar mit den Worten, dass das eine &#8220;Alternative zu Festgeld&#8221; sei. Die Zeichnungsfrist würde noch bis zum 3. April 2012 laufen. Immerhin verspricht diese Inhaberschuldverschreibung eine Rendite von 7,65 % p.a. bei einer Laufzeit von 180 Tagen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.geldanlage-finanz-blog.de/wp-content/uploads/2012/03/captura-inhaberschuldverschreibung-serie-45.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-2579" title="captura-inhaberschuldverschreibung-serie-45" src="http://www.geldanlage-finanz-blog.de/wp-content/uploads/2012/03/captura-inhaberschuldverschreibung-serie-45-150x150.jpg" alt="Captura Inhaberschuldverschreibung Serie 45" width="150" height="150" /></a>Ein Kunde hat mich die Tage angesprochen. Ein &#8220;unabhängiger&#8221; Anlageberater hätte ihm die Inhaberschuldverschreibung der Captura GmbH angeboten. Und zwar mit den Worten, dass das eine &#8220;Alternative zu Festgeld&#8221; sei. Die Zeichnungsfrist würde noch bis zum 3. April 2012 laufen. Immerhin verspricht diese Inhaberschuldverschreibung eine Rendite von 7,65 % p.a. bei einer Laufzeit von 180 Tagen.</p>
<p>Hier der Link zu den &#8220;<a href="http://www.captura-ag.eu/content/endgueltige-angebotsbedingungen-der-serie-45b.pdf" target="_blank">Endgültigen Angebotsbedingungen der Captura-Inhaberschuldverschreibung</a>&#8221; vom 29. Februar 2012 (bzw. hier: <a href="http://www.geldanlage-finanz-blog.de/wp-content/uploads/2012/03/endgueltige-angebotsbedingungen-der-serie-45b.pdf" target="_blank">endgueltige-angebotsbedingungen-der-serie-45b</a>).</p>
<p>Die kurze Laufzeit von einem halben Jahr erinnert wirklich an Festgeld. Auf der anderen Seite war mein Kunde stark verunsichert, was von diesem Angebot zu halten sei.</p>
<p>Der Berater behauptete zudem, dass beim Erwerb dieser Anleihe keinerlei Kosten entstehen würden.</p>
<p>Aber sehen wir uns die Sache einmal genauer an &#8230;</p>
<p><span id="more-2576"></span></p>
<p>Der klare Unterschied zu Festgeld besteht natürlich zunächst darin, dass Festgeldeinlagen bis zu einem bestimmten Betrag durch einen Einlagensicherungsfonds gesichert sind. Im Falle der Insolvenz der Captura GmbH ist das Geld, das Anleger in die Captura-Inhaberschuldverschreibung investiert haben, durch keinen Einlagensicherungsfonds geschützt.</p>
<p>Damit hängt die Captura-Anleihe stark von der Zahlungsfähigkeit der Captura GmbH ab.</p>
<p>Interessant ist, dass der angeblich &#8220;unabhängige&#8221; Berater davon gesprochen hat, dass hier keine Kosten anfallen. Denn in den oben erwähnten &#8220;endgültigen Angebotsbedingungen&#8221; werden unter Punkt 5 die &#8220;geschätzten Kosten der Emission&#8221; genannt. Zitat:</p>
<p style="padding-left: 30px;">&#8220;Die Kosten dieser Emission werden voraussichtlich etwa 12 % aus dem eingenommenen Anleihenkapital betragen und werden von der Emittentin übernommen.&#8221;</p>
<p>Zahlt ein Anleger also beispielsweise 10.000 Euro ein, so gehen 1.200 Euro an Kosten drauf. Interessant wäre zu klären, wieviel davon der angeblich unabhängige Berater bekommt. Für die Captura GmbH verbleiben also 8.800 Euro.</p>
<p>Der Käufer dieser Schuldverschreibung hat ja ein Interesse daran, dass die Captura GmbH so gut wirtschaftet, dass die Rückzahlung des angelegten Kapitals samt Zinsen wahrscheinlich ist. Denn wie gesagt: Sollte die Captura GmbH in wirtschaftliche Schwierigkeiten kommen, so sind evtl. Kaptialrückzahlung und Zinsen gefährdet.</p>
<p>Deswegen kann sich ein Anleger folgende Frage stellen: Welche Rendite muss die Captura GmbH mindestens erwirtschaften, damit die Emission dieser Schuldverschreibung für Captura ein wirtschaftlicher Erfolg wird?</p>
<p>Laut den oben erwähnten &#8220;endgültigen Angebotsbedingungen&#8221; plant die Captura GmbH mittels der Inhaberschuldverschreibung den maximalen Nominalbetrag von 2 Mio Euro einzusammeln.</p>
<p>Nehmen wir einmal an, dass die Schuldverschreibung vollständig platziert wird. Dann bekommt Captura durch diese Emission maximal 1.760.000 Euro in die Kasse. Insgesamt 240.000 Euro sind dann als Kosten angefallen.</p>
<p>Am Ende der Laufzeit (also nach 6 Monaten) muss die Captura GmbH den Anlegern das Kaptial von 2 Mio Euro samt Zinsen zurückzahlen. Das sind insgesamt 2.076.500 Euro.</p>
<p>Die Emission wird für Captura wirtschaftlich erfolgreich sein, wenn diese Firma es schafft, innerhalb von 6 Monaten aus 1.760.000 Euro einen Betrag von 2.076.500 Euro oder mehr zu machen. Erwirtschaftet Captura weniger, so wird sie offenbar einen Verlust haben.</p>
<p>Welche Rendite muss die Captura Gmbh erzielen, damit sich die Emission am Ende für sie lohnt? Die Antwort lautet: 17,98 % im halben Jahr.</p>
<p>Anders formuliert: Sollte die Captura GmbH das aus der Emission eingesammelte Kapital so investieren, dass weniger als 17,98 % daraus erwirtschaftet wird, wird Captura ein Minus-Geschäft machen.</p>
<p>Nehmen wir beispielsweise an, Captura erwirtschaftet tatsächlich innerhalb eines halben Jahres &#8221;nur&#8221; 5 % Rendite bezogen auf das durch den Nettoemissionserlös eingespielte Kapital. Dann wird Captura am Ende 1.848.000 Euro haben. An die Anleger wird Captura aber 2.076.500 Euro zurückzahlen müssen. Das wäre für Captura ein Verlust von 228.500 Euro.</p>
<p>Natürlich kann eine Firma eine Anleihe begeben zu Konditionen, bei denen Sie am Ende unterm Strich Verlust machen wird. Möglicherweise wird sie auch das eingesammelte Kapital samt Zinsen zurückzahlen, obwohl sie selbst damit ins Minus gerät. Es kann also sein, dass die Captura GmbH das Kapital aus der Anleihe einsammelt, faktisch (beispielsweise) nur 5% erwirtschaftet, dennoch aber die Inhaber der Inhaberschuldverschreibung wie versprochen auszahlt.</p>
<p>Da aber für den Anleger es darauf ankommt, dass die Captura GmbH zahlungsfähig bleibt, ist für den Anleger auch der wirtschaftliche Erfolg der Emittentin wichtig. Bzw. ob es sich bei der Captura-Inhaberschuldverschreibung um  ein nachhaltig funktionsfähiges Modell handelt. Dies ist aber nur dann der Fall, wenn Captura auf der Basis des eingesammelten Kapitals tatsächlich Gewinne erwirtschaftet. Und wie gesagt, dazu müsste Captura den Nettoemissionserlös so investieren, dass Captura nach einem halben Jahr eine Rendite von mindestens 17,9% (annualisiert mindestens 35%) erwirtschaftet.</p>
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		<title>Kurzanalyse: Paribus Hochschulportfolio Bayern</title>
		<link>http://www.geldanlage-finanz-blog.de/2572/kurzanalyse-paribus-hochschulportfolio-bayern-renditefonds-18/</link>
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		<pubDate>Tue, 20 Mar 2012 15:16:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peterreins</dc:creator>
				<category><![CDATA[Informationen zu Anlagemöglichkeiten]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Kunde bat mich, ihm eine Kurzanalyse des Immobilienfonds &#8220;Paribus Hochschulportfolio Bayern&#8221; zu erstellen. Der Fonds wird auch als &#8220;Paribus Renditefonds XVIII GmbH &#38; Co. KG&#8221; bezeichnet. Im folgenden nenne ich ihn einfach &#8220;Paribus Renditefonds&#8221;. Der Immobilienfonds investiert in zwei Immobilien: a) den sog. Campus Bambert und b) den Campus Coburg. Die Laufzeit des Fonds [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.geldanlage-finanz-blog.de/wp-content/uploads/2012/03/paribus-renditefonds-hochschulportfolio.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-2574" title="KONICA MINOLTA DIGITAL CAMERA" src="http://www.geldanlage-finanz-blog.de/wp-content/uploads/2012/03/paribus-renditefonds-hochschulportfolio-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Ein Kunde bat mich, ihm eine Kurzanalyse des Immobilienfonds &#8220;Paribus Hochschulportfolio Bayern&#8221; zu erstellen. Der Fonds wird auch als &#8220;Paribus Renditefonds XVIII GmbH &amp; Co. KG&#8221; bezeichnet. Im folgenden nenne ich ihn einfach &#8220;Paribus Renditefonds&#8221;.</p>
<p>Der Immobilienfonds investiert in zwei Immobilien: a) den sog. Campus Bambert und b) den Campus Coburg. Die Laufzeit des Fonds wird auf 12 Jahre bis 2024 angesetzt.</p>
<p>Zum Campus Bamberg steht im Emissionsprospekt auf Seite 12:</p>
<p style="padding-left: 30px;">&#8220;Der Neubau für die Otto-Friedrich-Universität Bamberg entsteht auf dem Gelände der ehemaligen Baumwollspinnerei Erlangen-Bamberg &#8230;&#8221;</p>
<p>Zum Campus Coburg heißt es (ebenfalls auf S. 12):</p>
<p style="padding-left: 30px;">&#8220;Auf dem Gelände des Hofbräuhauses Coburg entsteht &#8230; ein dreigeschossiger Neubau des Design-Campus der Hochschule für angewandte Wissenschaften Coburg.&#8221;</p>
<p>Die beiden Immobilien haben als Hauptmieter den Freistaat Bayern.</p>
<p>Wenn ich einen Immobilienfonds analysiere, dann interessiere ich mich immer vor allem für die Kosten. Insbesondere stelle ich mir folgende Frage: Welche Rendite müssen die Vermögenswerte erzielen, damit der Anleger auf plus/minus Null kommt?</p>
<p><span id="more-2572"></span></p>
<p>Laut Emissionsprospekt (S. 66) hat der Paribus Renditefonds nach Abschluss der Investitionsphase drei Vermögensgegenstände:</p>
<ol>
<li>Grundstücke und Gebäude, deren Anschaffungskosten sich auf 59 Mio Euro belaufen,</li>
<li>Darlehen, die an die Minderheitskommanditisten vergeben werden: 1.429.879 Euro,</li>
<li>Liquiditätsreserve: 669.592 Euro.</li>
</ol>
<p>Insgesamt sind das Vermögenswerte im Gesamtwert von 61.099.471 Euro.</p>
<p>Der Fonds will insgesamt ein Kapital in Höhe von 68.213.208 Euro einsammeln (Prospekt S. 66). Davon zahlen die Eigenkapitalgeber mit Agio 35.713.209 Euro ein. Der Rest in Höhe von 32.500.000 Euro wird mittels Darlehen fremdfinanziert. Bezogen auf die Gesamtfinanzierung beträgt die Fremdkapitalquote also etwa 47,6 %.</p>
<p>Zusammengefasst heißt das: Die Kapitalgeber bringen insgesamt 68.213.209 Euro ein, um am Ende &#8211; nach Abzug aller Kosten &#8211; Vermögensgegenstände im Wert von ca. 61.099.471 Euro zu haben.</p>
<p>Welche Rendite müssen diese Vermögensgegenstände haben, damit wieder das Kaptial von 68.213.209 Euro erreicht wird? Die Antwort lautet: 11,64 %. Annualisiert man dies auf die Laufzeit von 12 Jahren, so entspricht dies einer Rendite von 0,92 % p.a.</p>
<p>Das heißt: Damit die Anfangskosten des Fonds auf Sicht von 12 Jahren wieder eingespielt werden, müssen die Vermögensgegenstände zusammen im Schnitt mindestens 0,92 % pro Jahr erwirtschaften.</p>
<p>Neben den Anfangskosten gibt es aber auch noch die laufenden Kosten. Im Prospekt des Paribus Renditefonds (&#8220;Hochschulportfolio Bayern&#8221;) werden z.B. folgende Kosten genannt:</p>
<ul>
<li>Instandhaltungsaufwand</li>
<li>Objektverwaltung</li>
<li>Darlehenszinsen</li>
<li>Körperschaftsteuer und andere Steuern</li>
<li>Gesellschaftskosten</li>
<li>Treuhandgebühren.</li>
</ul>
<p>Keine Kosten im eigentlichen Sinne sind Darlehenstilgungen.</p>
<p>Anhand der Zahlen der prognostizierten Liquiditätsrechnung (Prospekt S. 74 und 75) kann man berechnen, dass im Laufe der 12 Jahre mit insgesamt 24.782.666 Euro an laufenden Kosten zu rechnen ist (ohne Tilgungen). Pro Jahr wären das dann also im Durchschnitt 2.065.222 Euro an Kosten.</p>
<p>Diese Kosten müssen die Vermögensgegenstände des Fonds (die beiden Immobilien, die vergebenen Darlehen sowie die Liquiditätsreserve) jedes Jahr mindestens erwirtschaften, damit der Anleger auf plus/minus Null kommt.</p>
<p>Der anfängliche Gesamtwert der Vermögensgegenstände, die der Paribus Renditefonds nach Abschluss der Investitionsphase hat, beläuft sich (wie gesagt) auf 61.099.471 Euro. Bezieht man darauf die durchschnittlichen laufenden Kosten in Höhe von 2.065.222 Euro, so ergibt das 3,38 %.</p>
<p>Anders formuliert: Die Vermögensgegenstände des Fonds müssen eine Rendite von mindestens 3,38 % p.a. erzielen, damit die laufenden Kosten abgedeckt sind.</p>
<p>Oben hatte ich schon ausgerechnet, dass eine Rendite von 0,92 % p.a. notwendig ist, um die Anfangskosten nach 12 Jahren wieder drin zu haben.</p>
<p>Beides zusammen  genommen bedeutet: Die Vermögensgegenstände des Paribus Renditefonds (&#8220;Hochschulportfolio Bayern&#8221;) müssen durchschnittlich 4,30 % pro Jahr erwirtschaften, nur damit der Anleger am Ende bei plus/minus Null steht. In diesem Fall hat der Anleger nichts gewonnen und auch nichts verloren. Wird aber beispielsweise &#8220;nur&#8221; 3% p.a. erwirtschaftet, so wird der Fonds-Investor bereits im Minus sein.</p>
<p>Ein Anleger, der sich überlegt, in den Paribus Renditefonds (&#8220;Hochschulportfolio Bayern&#8221;) zu investieren, sollte sich also folgende Frage stellen: Für wie wahrscheinlich halte ich es, dass die oben genannten Immobilien &#8220;Campus Bamberg&#8221; und &#8220;Campus Coburg&#8221; mindestens 4,30 % pro Jahr erwirtschaften können?</p>
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		<title>Rechenbeispiel Rentenversicherung</title>
		<link>http://www.geldanlage-finanz-blog.de/2568/rechenbeispiel-rentenversicherung/</link>
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		<pubDate>Mon, 19 Mar 2012 08:55:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peterreins</dc:creator>
				<category><![CDATA[Informationen zu Anlagemöglichkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Private Rentenversicherung]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich habe am 6. März gefragt, wer seine Altersvorsorge-Versicherung analysiert haben möchte? (Link dorthin) In diesem Zusammenhang hat sich Herr S. gemeldet. Herr S. hat vor einigen Jahren eine private Rentenversicherung abgeschlossen, die bis zum 01.12.2016 läuft. Er zahlt einmal jährlich zum 1. Dezember seinen Jahresbeitrag von 3.600 Euro ein. In 2016 hat Herr S. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.geldanlage-finanz-blog.de/wp-content/uploads/2012/03/analyse-rentenversicherung.jpg"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-2570" title="Euro calculator" src="http://www.geldanlage-finanz-blog.de/wp-content/uploads/2012/03/analyse-rentenversicherung-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Ich habe am 6. März gefragt, wer seine Altersvorsorge-Versicherung analysiert haben möchte? (<a title="Analyse Rentenversicherung" href="http://www.geldanlage-finanz-blog.de/2554/wer-mochte-eine-altersvorsorge-versicherung-analysiert-haben/">Link dorthin</a>)</p>
<p>In diesem Zusammenhang hat sich Herr S. gemeldet. Herr S. hat vor einigen Jahren eine private Rentenversicherung abgeschlossen, die bis zum 01.12.2016 läuft. Er zahlt einmal jährlich zum 1. Dezember seinen Jahresbeitrag von 3.600 Euro ein.</p>
<p>In 2016 hat Herr S. die Wahl zwischen einer monatlichen Monatsrente oder einer einmaligen Kapitalauszahlung. Im Folgenden gehe ich immer davon aus, dass Herr S. die einmalige Kaptialauszahlung wählt.</p>
<p>Zum Stand 01.12.2011 hat die Versicherungsgesellschaft folgende Auskünfte gegeben:</p>
<ol>
<li>Bei Fortfühung der RV wie gehabt, bekommt Herr S. am Ende garantiert 54.694 Euro (mit Überschussbeteiligungen vielleicht sogar 61.508 Euro)</li>
<li>Wird die Versicherung ab sofort beitragsfrei gestellt, so bekommt Herr S. am Ende garantiert 39.349 Euro (mit Überschussbeteiligungen vielleicht sogar 43.404 Euro)</li>
<li>Der aktuelle Rückkaufswert bei Kündigung der RV ist 32.019 Euro.</li>
</ol>
<p>Die Frage ist nun, welche dieser drei Alternativen für Herrn S. die beste ist: Weiterfürhung, Beitragsfreistellung oder Kündigung&#8230;</p>
<p><span id="more-2568"></span></p>
<p>Um diese Frage zu beantworten, berechne ich die sogenannten Barwerte der drei Alternativen. Bei dieser Berechnung spielt eine große Rolle, welchen sog. Kalkulationszinsfuß man annimmt. In unserem Fall kann man sich den Kalkulationszinsfuß so vorstellen:</p>
<p style="padding-left: 30px;">Der Kalkulationszinsfuß beträgt (beispielsweise) 2%, wenn Herr S. für den Fall der Beitragsfreistellung oder der Kündigung eine Alternative Geldanlage hat, von der er sich  eine Netto-Rendite von 2% p.a. verspricht.</p>
<p>Bei 2% könnte das beispielsweise ein Tagesgeldkonto sein.</p>
<p>Nehmen wir nun an, dass Herr S. in 2016 nur die heute garantierten Werte ausgezahlt bekommt. Wie sehen dann die Barwerte der oben genannten drei Alternativen bei einem Kalkulationszinsfuß von 2% aus?</p>
<ol>
<li>Barwert der Fortführung: 32.260 Euro</li>
<li>Barwert der Beitragsfreistellung: 35.637 Euro</li>
<li>Barwert der Kündigung: 32.019 Euro.</li>
</ol>
<p>Unter der Annahme also, dass Herr S. alternativ einfach in ein Tagesgeldkonto ansparen könnte, lohnt sich für ihn die Beitragsfreistellung am meisten. Selbst die Kündigung ist nur geringfügig schlechter als die Fortführung des RV-Vertrags.</p>
<p>Mit Abstand die schlechteste Alternative ist die Fortführung des RV-Vertrages, wenn Herr S. davon ausgeht, in eine andere Anlageform weitersparen zu können, die 3% Rendite bringt. Denn dann sind die Barwerte wie folgt:</p>
<ol>
<li>Barwert der Fortführung: 30.198 Euro</li>
<li>Barwert der Beitragsfreistellung: 33.940 Euro</li>
<li>Barwert der Kündigung: 32.019 Euro.</li>
</ol>
<p>Jetzt sind natürlich noch die Barwerte interessant für den Fall, dass auch die in Aussicht gestellten Überschussbeteiligungen in 2016 ausgezahlt werden. Aber selbst dann ist die Beitragsfreistelltung die beste Wahl:</p>
<ol>
<li>Barwert der Fortführung: 38.402 Euro</li>
<li>Barwert der Beitragsfreistellung: 39.312 Euro</li>
<li>Barwert der Kündigung: 32.019 Euro.</li>
</ol>
<p>Wobei ich wieder von einem Kalkulationszinsfuß von nur 2% p.a. ausgegangen bin.</p>
<p>Das Fazit ist also eindeutig. Selbst wenn Herr S. künftig nur auf einem Tagesgeldkonto weiterspart, wird er unterm Strich am besten dastehen, wenn er die RV möglichst schnell beitragsfrei stellt.</p>
<p>Einen kleinen Nachtrag kann man machen. Sollte sich Herr S. in 2016 doch für die Monatsrente entscheiden (anstelle der einmaligen Kapitalauszahlung) und rechnet er damit, sehr, sehr alt zu werden (deutlich über die statistische Lebenserwartung), dann kann sich der RV-Vertrag möglicherweise noch für ihn lohnen.</p>
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		<title>Schlechte Bankberatung ohne Ende</title>
		<link>http://www.geldanlage-finanz-blog.de/2566/schlechte-bankberatung-ohne-ende/</link>
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		<pubDate>Fri, 16 Mar 2012 10:17:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peterreins</dc:creator>
				<category><![CDATA[Vermögensberatung]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich habe heute in der Süddeutschen Zeitung einen Artikel auf Seite 64 gelesen. Ich zitiere: &#8220;Nach der Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers 2008 verloren Tausende deutsche Sparer Geld, weil sie beim Kauf von Zertifikaten den Versprechen der Berater vertraut hatten &#8230; Die Bundesregierung reagierte und stellte neue Regeln auf. Zum Schutz der Verbraucher müssen Bankberater [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe heute in der Süddeutschen Zeitung einen Artikel auf Seite 64 gelesen. Ich zitiere:</p>
<p style="padding-left: 30px;">&#8220;Nach der Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers 2008 verloren Tausende deutsche Sparer Geld, weil sie beim Kauf von Zertifikaten den Versprechen der Berater vertraut hatten &#8230;</p>
<p style="padding-left: 30px;">Die Bundesregierung reagierte und stellte neue Regeln auf. Zum Schutz der Verbraucher müssen Bankberater heute ein Beratungsprotokoll ausfüllen. Kunden erhalten Beipackzettel, in denen die Finanzprodukte beschrieben sind. Hat das alles besser gemacht? &#8216;Da hat sich seit der Finanzkrise nichts verbessert, die Banken verdienen Geld auf Kosten ihrer Kunden, die ihnen vertrauen&#8217;, klagt Niels Nauhauser von der Verbraucherzentale Baden-Württembert. Jeden Tag würden ihm neue Fälle schlimmsten Beratungsversagens vorgelegt. Berater rieten Kunden, alte Verträge zu kündigen und neue Verträge abzuschließen. Dabei würden lukrative Provisionen fällig &#8230;&#8221;</p>
<p>Erstaunlich ist, dass die Bürokratie (in Form von Beratungsprotokollen oder Beipackzetteln) immer größer wird, der Nutzen aber gegen Null geht. Und anstatt über die wahren Ursachen der schlechten Qualität in der Finanzberatung nachzudenken, wird nach immer mehr Bürokratie geschrien. Ist das nicht seltsam?</p>
<p><span id="more-2566"></span></p>
<p>Nehmen wir mal das im SZ-Artikel genannte Beispiel. Ein Kunde geht zu seinem Bankberater, der ihm eröffnet, dass es besser sei seinen bestehenden Lebensversicherungsvertrag zu kündigen und dafür einen neuen LV-Vertrag abzuschließen. Der Bankberater &#8220;berät&#8221; so sicherlich nicht zum Wohle des Kunden, sondern zum Wohle der Bank.</p>
<p>Die große Frage an dieser Stelle ist: Warum macht der Kunde schließlich das, wozu ihm der Bankberater rät? Wie kommt es, dass Anleger so häufig falsch beraten werden?</p>
<p>Ich denke, die Antwort lautet: Viele Menschen schenken ihren Beratern zu viel Vertrauen. Sie sind zu blauäugig und hinterfragen nicht die Vorschläge ihres Beraters.</p>
<p>Hilfreich wäre es stattdessen, jedes Angebot kritisch zu überdenken und sich am besten noch zumindest eine weitere Expertenmeinung einzuholen. Das Problem ist aber meiner Meinung nach, dass sich Anleger häufig zu sehr an &#8220;ihre&#8221; Bank bzw. &#8220;ihren&#8221; Berater emotional gebunden fühlen. Der Gang zu einem zweiten oder dritten Berater wird nicht selten als &#8220;Treuebruch&#8221; wahrgenommen.</p>
<p>Für die Bankberater ist das sehr praktisch. Sie dürfen zunächst sagen oder vorschlagen, was sie wollen. Sie wissen, dass der Kunde in den seltensten Fällen wirklich vergleicht. Und weil die Banken wissen, dass ein Großteil der Bankkunden so tickt, haben sie gar keine Veranlassung, etwas zu ändern. Sie können weiterhin schlechte Produkte zu überhöhten Preisen an den Mann bringen, weil der Kunde nicht mit den Angeboten der Konkurrenz vergleicht.</p>
<p>Ich denke, mehr als alle weitere Bürokratie oder Gesetze würde eine einzige Maxime die Beratungsqualtität in Deutschland dramatisch verbessern:</p>
<ul>
<li>Jeder Anleger sollte sich angewöhnen, jedes Angebot eines Finanzberaters zumindest mit dem Angebot eines anderen FInanzberaters vergleichen. Mindestens ein Alternativ-Vorschlag, besser drei oder vier. Um sich auf dieser Grundlage eine Meinung zu bilden.</li>
</ul>
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