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› Geldanlage- und Finanz-Blog
           von Dr. Hannes Peterreins ‹

Auch Warren Buffet liegt mal daneben

Montag, 9. August 2010

Ich habe im heutigen Wirtschaftsteil der Süddeutschen Zeitung einen Artikel gefunden mit dem Titel “Buffet verspekuliert sich – Berkshire Hathaway verliert 1,4 Milliarden Dollar mit Derivaten”.

In gewisser Weise ist es bemerkenswert, dass es überhaupt einen Artikel wert ist, wenn Warren Buffet einmal daneben liegt. Denn es wäre doch sehr erstaunlich, wenn Buffet immer ins schwarze treffen würde. Meiner Meinung nach hat man sowieso Buffets Anlagestrategie missverstanden, wenn man mein seine Art des Investierens müsste jederzeit mit Erfolg gekrönt sein …

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Kurz gemeldet: Offene Immobilienfonds

Freitag, 6. August 2010

Eben habe ich in der heutigen Ausgabe der Financial Times Deutschland (FTD) einen sehr kurzen Arikel gelesen (S. 24). Überschrift: “Immobilienfonds machen dicht.”

Darin geschildert, dass die Informationspolitik vieler offener Immobilienfonds, die derzeit eingefroren sind, extrem schlecht ist. Daraus leitet die FTD die Vermutung ab, dass die Fondsgesellschaften diese Fonds wohl schon aufgegeben haben. Damit ist gemeint, dass die Fondsgesellschaft nicht mehr vorhat weiteres Geld für diese Fonds einzusammeln, sondern die Objekte nach und nach geregelt zu verkaufen, um am Ende alle Anleger auszuzahlen. Danach würde der Fonds dann aufgelöst werden.

Jeder, der mich gut kennt, weiß, dass ich seit vielen Jahren (deutlich vor September 2008) vor offenen Immobilienfonds gewarnt habe. Wenn ich bei einem Beratungsgespräch gesehen habe, dass jemand offene Immobilienfonds im Depot hat, habe ich immer geraten, sofort und ohne zu zögern diese Anteile zu verkaufen. Wirklich kein einziger Anleger hatte begriffen, auf was für einer Zeitbombe er/sie hier saß.

Und wenn ich es versuchte zu erklären, so gab es einige, die mir schlicht nicht glaubte. Gerne wird dann auf die bisherige glorreiche Vergangenheit verwiesen. Nur bei der Geldanlage ist es halt so: Die Vergangenheit zählt nicht, – das was zählt, ist die Zukunft. Und die kann ganz anders sein als die Vergangenheit.

Den Fehler, von der Vergangenheit auf die Zukunft zu schließen, machen Anleger permanent.

In einem Gespräch letztens ist mir folgender Vergleich eingefallen. Man stelle sich einen jungen Mann, Herrn A, vor. Herr A ist Motorrad-Fan und hasst Sturzhelme. Außerdem rast er gerne. Als Herr A. danach gefragt wird, warum es ein so hohes Risiko eingeht, und ohne Helm 200 km/h auf der Autobahn fährt, antwortet er: “Bisher ist alles gut gegangen. Also ist es wohl nicht so riskant, wie viele Leute meinen. Ich fahre weiter ohne Helm.”

Genauso, wie dieser unbesonnene Motorradfahrer gehen viele bei der Geldanlage vor. Sie wissen gar nicht, auf welche Risiken sie sich einlassen – mit Verweis auf gute Vergangenheitsdaten.

Wie man sich als Anleger auf ein Beratungsgespräch vorbereitet

Dienstag, 3. August 2010

Ich habe eben einen Artikel aus dem Handelsblatt gelesen “Lassen Sie sich von Ihrer Bank nicht über den Tisch ziehen!” Darin wird Bezug genommen auf die jüngsten Finanztest-Ergebnisse. Ich habe darüber berichtet, dass in einem Test Bankberater grandios schlecht abgeschnitten haben (Link dorthin).

Der Handelsblatt-Artikel gibt ein paar Hinweise, wie man sich auf ein Beratungsgespräch am beten vorbereitet …

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Capital-Bankentest: Auch hier schneiden Bankberater schlecht ab

Freitag, 23. Juli 2010

Eigentlich können sie einem langsam leid tun. Ständig werden Bankberater getestet. Erst Anfang der Woche wurde das Ergebnis des Finanztests veröffentlicht. Der Finanztest bemängelte unter anderem die schlechte Umsetzung gesetzlicher Vorschriften, wie das Erstellen eines Beratungsprotokolls und das Einholen wichtiger Kundendaten. (Ich habe hier darüber berichtet)

Gestern kam nun auch die Zeitschrift Capital mit einem eigenen Testergebnis heraus. Diesmal wurden Test-Anleger losgeschickt, denen es vorgeblich darum ging ihr Geld inflationssicher anzulegen …

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Analysehaus Scope warnt vor Vergangenheitsdaten

Donnerstag, 22. Juli 2010

Eben habe ich  in der Finacial Times Deutschland auf Seite 21 den Artikel “Durchschnittsrendite lässt Fonds oft zu gut aussehen” gelesen. Darin steht unter anderem:

“Das Berliner Analysehaus Scope warnt Anleger davor, der historischen Durchschnittsrendite eine zu hohe Bedeutung beizumessen. Diese gebe oftmals ein statistisch verzerrtes Bild wider, schrieben die Experten in einer Kurzstudie.”

Auch interessant, wenn ein Fonds-Analysehaus wie Scope einmal vor einer zu großen Statistikgläubigkeit warnt. Immerhin leben solche Analysehäuser von der Statsitikgläubigkeit der Anleger.

Finanztest: Schlechte Beurteilung der Anlageberatung durch Banken

Mittwoch, 21. Juli 2010

Die Banken scheinen derzeit halbjährlich von der Stiftung Warentest getestet zu werden, was die Güte ihrer Anlageberatung betrifft. Gestern ist wieder das Ergebnis eines Tests veröffentlicht worden:

  • 146 Beratungsgespräche in verschiedensten Bankfilialen wurden geführt.
  • Von den getesteten Bankinstituten schnitt keines mit den Noten Gut oder Sehr Gut ab (!)
  • Nur drei von 21 Banken bekamen die Note Befriedigend, das sind 14,3%.
  • 12 Banken bekamen die Note Ausreichend, das sind 57,1%
  • 6 Banken schnitten sogar mangelhaft ab, das sind 28,6%.

Unter den mangelhaften Banken waren die Hypovereinsbank, die Postbank und die Targobank (vormals Citibank).

Dieses miserable Ergebnis geht gerade wie ein Aufschrei durch die Medien. Viele sind enttäuscht, weil man nach der Finanzkrise von den Banken Besserung erwartet hätte. Aus meiner Sicht ist dazu folgendes zu sagen …

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Börsenbrief: Wie gut ist Charttechnik?

Mittwoch, 14. April 2010

Ich lese hin und wieder den Börsenbrief  “Der VermögensVerwalter“. Darin werden Tipps insbesondere für Fonds und Zertifikate gegeben. Und manchmal werden diese Tipps auf der Basis der sog. Charttechnik gegeben. So geschehen in der Ausgabe des VermögensVerwalters vom Oktober 2009. Ich finde es sehr interessant, was dieser Börsenbrief in seiner aktuellen Ausgabe dazu schreibt …

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Volker Looman: Wie legt man 90.000 Euro an?

Montag, 29. März 2010

Ich habe am Wochenende in der FAZ einen Artikel von Volker Looman gelesen, Titel: Kostspieliger Gang zur leidenschaftlichen Bank. Ich schätze Volker Looman sehr und kann auch -fast- alles unterschreiben, was er sagt. Nur das, was er ganz am Ende seines Artikels schreibt, kann ich nicht wirklich nachvollziehen…

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Beratungsprotokoll: Viel Bürokratie, wenig Nutzen

Freitag, 19. März 2010

Wir erinnern uns: Noch bis in den Sommer 2008 empfahl so mancher Bankberater Lehman-Zertifikate. Die Investmentbank Lehman Bothers war dann ein paar Monate später zahlungsunfähig und viele Anleger bekamen einen Schreck, was sie da im Depot hatten. Der Aufschrei war groß – mit großem Widerhall in der Presse. Und auch die Politik zeigte sich entsetzt.

Die Schuldigen waren schnell gefunden: Wie konnte ein Anlageberater denn überhaupt so etwas wie Lehman-Zertifikate empfehlen? – Die Bankberater hätten wissentlich (und wahrscheinlich auch böswillig) die damit verbundenen hohen Risiken verschwiegen. So hieß es von allen möglichen Seiten.

Und je lauter geschrien wird, umso mehr fühlt sich die Politik dazu berufen zu handeln. Niemand soll sagen, dass unsere Politiker nicht aktiv wären. Nein, es werden sofort Maßnahmen ergriffen. Ein entsprechendes Gesetz, um solche (wie man meinte) Fehlberatungen im Zusammenhang mit den Lehman-Zertifikaten zu vermeiden, wurde in Windeseile durchgepeitscht. Ein Hoch auf den Aktivismus!

Heute reibt sich so mancher die Augen und hält es nicht für möglich, was das Ergebnis ist: Die Protokollierungspflicht von Anlageberaungsgesprächen…

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Noch ein Video zum Thema Trendbildung

Freitag, 5. März 2010

Ich habe ja etwas vor einer Woche ein Video zum Thema Trendbildung in diesem Weblog veröffentlicht (Link dorthin). Hier noch ein nettes Video zum selben Thema. Es ist zwar nicht ganz kurz, aber es lohnt sich, das Ganze bis zu Ende anzusehen: