Viele Menschen machen sich derzeit Sorgen, weil sie einen starken Anstieg der Inflation erwarten. Nehmen wir an, dass die Geldentwertung in den kommenden Jahren tatsächlich stark ansteigen wird, dann ist die große Frage ist natürlich: Wie schützt man sich dagegen am besten?
Landauf, landab hört man den Rat, man solle dazu in Sachwerte investieren, vorneweg auf der Empfehlungsliste stehen Immobilien. Bei vielen Deutschen gelten Immobilien als solide und sicher. Und direkt gebetsmühlenartig bekommt man zu hören: Gegen eine Inflation helfen Immobilien am besten.
In diesem Zusammenhang finde ich einen Artikel aus der Süddeutschen Zeitung interessant, den ich am 2. Mai gelesen habe: “Das Märchen vom Inflationsschutz”…
Dieses Weblog beschäftigt sich ja mit Geldanlage- und Finanzthemen. Manchmal gibt es aber Wichtigeres.
Der monetäre Aspekt der Katastrophe in Japan ist sicherlich beträchtlich. Und darüber wird auch in den Medien einiges berichtet. Ich möchte an dieser Stelle aber bewusst nicht von solchen Dingen sprechen.
Vielmehr möchte ich mein tief empfundenes Mitgefühl für die betroffenen Menschen in Japan zum Ausdruck bringen. An die vielen Einzelschicksale. An die Mütter und Väter, die in dieser Katastrophe Ihre Kinder verloren haben oder noch suchen. An die Kinder, die jetzt möglicherweise zu Waisen geworden sind. An das Leid und die vielen Tränen, die derzeit vergossen werden.
Dieses Wochenende habe ich einen Artikel von Volker Looman in der FAZ gelesen “Finanzplanung der jungen Leute oft mangelhaft“. Darin beschreibt Looman den Fall eines 25-jährigen Mannes und einer 24-jährigen Frau. Der junge Mann hat sich schon einmal von einem provisionsorientierten Finanzberater beraten lassen und ist mit entsprechend schlechten Finanzprodukten ausgestattet: Einen Riester-Sparvertrag und eine Rentenversicherung.
Die Lage der jungen Frau sieht Looman etwas besser. Aber auch hier kritisiert er, dass die – aus Loomans Sicht – notwendigen Dinge nicht abgedeckt sind.
Dieses Video ist inzwischen zwar etwas länger her, aber dennoch sehr interessant anzusehen. Es bezieht sich auf einen Test, den die Verbraucherzentralen einmal verdeckt durchgeführt haben:
In der Süddeutschen Zeitung vom 20. Juli ist ein Interview mit dem Psychologen Peter Walschburger abgedruckt. Darin versucht Walschburger Gründe dafür zu finden, warum viele Deutsche jetzt in der Krise auf vermeintlich sichere Anlageformen zurückgreifen. Der Untertitel dieses SZ-Beitrags lautet “Der Psychologe Peter Walschburger erklärt, warum Anleger aus Angst vor hoher Inflation auf Gold und Immobilien setzen.” Hier eine Passage aus diesem Interview:
“SZ: Wieso hängt denn die Liebe zu Edelmetallen mit der Evolution zusammen?
Walschburger: Durch die Krise überlagern verschiedene Stimmungen unser vernunftorientiertes handeln. Sobald wir unter einer solch großen Belastung stehen und starke Angstgefühle aufkommen, gewinnen evolutionär ältere und einfachere Denkstrategien an Einfluss. In der Psychologie spricht man von prärationalem Verhalten. Übertragen auf die Anlagemärkte bedeutet dies: Viele tun entweder das, was in schwierigken Zeiten regelmäßig funktioniert hat – also Gold- oder Sachanlagen kaufen – oder sie kopieren, womit andere Erfolg haben…”
Meiner Meinung nach verwechselt hier Walschburger prärational mit irrational, und zwar aus folgenden Gründen …
Ich bin ja immer auf der Suche nach interessanten Geldanlagemöglichkeiten. Und so bin ich auf den Fonds der Wealth Management Capital Holding GmbH (kurz “WealthCap”) gestoßen: der WealthCap Private Equite 12 Balance-Fonds. Was mir auf den ersten Blick gefallen hat, war:
Der Anleger investiert hier ein ein breit gestreutes Private-Equity-Portfolio.
Die Private Equity-Zielfonds sollen über den Zweitmarkt erworben werden.
Eine Garantie zu Gunsten der Anleger durch die UniCredit Bank AG.
Dann ist mir die Tatsache aufgefallen, dass die Private Equity-Zielfonds von Gesellschaften bezogen werden sollen, die selbst zur Unternehmensgruppe des WealthCap gehören. Der Erwerb der Private Equity-Zielfonds wird über einen Optionsvertrag geregelt. Hierbei besteht das Risiko eines Interessenkonfliktes …
Seit März 2009 blogge ich. Anfangs nur als Experiment. Inzwischen kann ich mir nicht mehr vorstellen, aufs Bloggen zu verzichten. Das regelmäßige Schreiben von Weblog-Artikel macht mir sehr viel Spaß. Gerne zu aktuellen Finanz- und Geldanlage-Themen, gerne aber auch zu Büchern, die ich gerade gelesen habe oder zu anderen persönlichen Erlebnissen, die ich im Zusamenhang mit meiner Berufstätigkeit gemacht habe.
Außerdem ist das Weblog eine gute Plattform für mich, um mich mit anderen Menschen zu unterhalten bzw. mich Fragen zu stellen.
Aus diesem Grunde habe ich mein Weblog neu gestaltet. Das Ergebnis sehen Sie. Ich hoffe es gefällt Ihnen. Jedenfalls schlage ich ein neues Kapitel in meiner Blogger-Karriere auf. Ich freue mich auf Sie als Leser und noch mehr über Ihre Kommentare oder Fragen.
Ich führe ja ständig Gespräche mit Menschen zum Thema Geldanlage. Und schätzungsweise in jedem fünften Gespräch stoße ich auf einen Fall, der eigentlich etwas für einen Rechtsanwalt wäre, der auf Anlegerschutz spezialisiert ist.
Ich persönlich finde dies ziemlich traurig. Aber so ist es nun mal. Anleger werden unglaublich häufig falsch beraten oder in riskante Anlageformen hineingehetzt, die der Anlageberater als “sicher” tituliert hatte.
Noch trauriger finde ich es allerdings, wenn so mancher, der sich den Anlegerschutz groß auf die Fahne geschrieben hat, selbst wiederum nur ein Abzocker ist. Und in diese Richtung scheint eine aktuelle Studie zu gehen. So ist das jedenfalls beispielsweise in einem Artikel der Wirtschaftswoche zu lesen. “Anlegerschützer zwischen Dichtung und Wahrheit “.
Unten in diesem Beitrag beschreibe ich auch kurz, wie man für guten Anlegerschutz sorgen kann …