Dienstag, 11. Juni 2013
Ich bin einerseits Vermögensberater, andererseits betreibe ich eine Vermögensverwaltung hier in München. Manchmal werde ich nach der Abgrenzung dieser beiden Dienstleistungen gefragt. Ein Hauptunterschied ist schon einmal, dass man unter bestimmten Voraussetzungen für eine Vermögensberatung keine staatliche Zulassung braucht. Für eine Vermögensverwaltung braucht man hingegen eine Zulassung nach dem Kreditwesengesetz (KWG) durch die BaFin.
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Montag, 3. Juni 2013
Am 23. April habe ich einen Artikel in der Süddeutschen Zeitung gelesen, der mich im übertragenen Sinne an das Verhalten vieler Anleger erinnert hat. Der Titel des Artikels von Christopher Schrader lautete: “Logik der Angst”. Untertitel: “Menschen überschätzen viele Gesundheitsgefahren und achten andere zu gering. Eine bessere Ausbildung in Statistik könnte die Sicht auf die wirklichen Risiken im Leben lenken.”
In dem Artikel geht es darum, dass viele Menschen dazu neigen, verhältnismäßig kleine Gefahren deswegen zu überschätzen, weil sie groß in den Medien aufgebauscht werden. Andere Gefahren sind zwar faktisch viel gravierender, erschrecken uns aber seltsamerweise viel weniger.
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Freitag, 31. Mai 2013
In meiner Vermögensverwaltung in München verfolge ich einen möglichst transparenten Ansatz. Und sehe mich da im Gegensatz zu einer ganzen Reihe von Finanzprofis, die ihre Dienstleistung mystifizieren. Dem Anleger mag das vielleicht im ersten Moment nicht auffallen, aber die spezielle Fachsprache vieler Börsianer dienen genau diesem Zweck: der Mystifizierung. Da wird gesprochen von “200-Tage-Linien”, “Candle-Stick-Charts”, “überkauften Märkten” oder “fundamentalen Daten” etc. etc. Und vieles von dem, was so mancher Börsenguru oder Vermögensverwalter von sich gibt, ist, wenn man ehrlich ist, letztlich kaum verstehbar. Restlichen Beitrag lesen »
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Mittwoch, 15. Mai 2013
Es gibt ja den Börsenspruch “Sell in May and go away”. Zu Deutsch: “Verkaufe im Mai und gehe weg (von der Börse)”. Wer sich dieses Jahr an diese angebliche Weisheit gehalten hat, dürfte sich ärgern. Denn seit Anfang Mai bis heute ist der DAX um fast 5% gestiegen.
Was hat es nun mit dieser vermeintlichen Börsenweisheit auf sich?
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Montag, 13. Mai 2013
Mit Hochzinsanleihen (auch “High Yields” genannt) konnte man im vergangenen Jahr bis zu 20 % Rendite erzielen. Und gerade in der derzeitigen Niedrigzinsphase erscheinen Hochzinsanleihen vielen Anlegern attraktiv. Über alle Laufzeiten hinweg haben europäische High Yields im Durchschnitt eine Restlaufzeitrendite von etwa 5,75 %.
Wenn man da an die mageren Tagesgeldzinsen denkt …
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Freitag, 10. Mai 2013

Ich bin ja selbst Vermögensverwalter in München. In
einem meiner letzten Artikel habe ich über die verschiedenen Arten geschrieben, wie man eine Vermögensverwaltung betreiben kann. Dabei habe ich gegenübergestellt:
- die klassische prognose-orientierte Vermögensverwaltung
- Vermögensverwalter, die sich vor allem als Risikomanager verstehen, und nach Möglichkeit Prognosen vermeiden
Ich selbst bin einer der zweiten Sorte.
Welche Art von Vermögensverwaltung ein Kunde liegt, hängt natürlich vom Kunden ab. Wer daran glaubt, dass ein bestimmter Manager die Fähigkeit hat, sehr häufig genau richtig mit seinen Kapitalmarktprognosen zu liegen, der kann sein Glück bei ihm versuchen. Wer der Fähigkeit zu Prognosen generell eher skeptisch gegenüber steht, wird auch nicht zu einem prognose-orientierten Portfoliomanager gehen wollen (sei es nun in München oder irgendwo anders).
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Montag, 6. Mai 2013
Am letzten Freitag (3. Mai) hat der DAX die Marke von 8100 übersprungen. So hoch stand dieser deutsche Börsenindex noch nie.
Die Analysten und Journalisten sind auch schnell zur Stelle, für dieses Ereignis Gründe zu benennen. Beispielsweise der überraschend positive amerikanische Arbeitsmarktbericht für den April. Als weiterer Grund für den fulminanten Kursanstieg wird die Geldpolitik der EZB genannt. Immerhin hatte die EZB die Leitzinsen weiter gesenkt.
Mag sein, dass diese Erklärungen stimmen. Letztlich bin ich aber skeptisch, ob solches Benennen von Gründen überhaupt weiterführt. Im Nachhinein lassen sich immer leicht plausible Gründe finden. Und wir Menschen haben das starke Bedürfnis, zu allem was geschieht eine Erklärung zu bekommen. Sei sie nun zutreffend oder nicht.
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Freitag, 3. Mai 2013

Vermögensverwaltung in München
Ich betreibe ja eine Vermögensverwaltung in München. Hin und wieder werde ich gefragt, wodurch ich mich von anderen unterscheide. Um hierauf zu antworten, möchte ich so etwas wie eine Geschichte der Vermögensverwaltung skizzieren. Natürlich nur in ganz groben Zügen. Aber ich denke schon, dass dadurch auch die Unterschiede klar werden können.
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Dienstag, 30. April 2013

Finanztransaktionssteuer
Es scheint nun wohl beschlossene Sache zu sein, dass einige Euro-Länder die Finanztransaktionssteuer einführen. Ab Januar 2014 will der Staat bei jedem Wertpapierkauf oder -verkauf 0,1 Prozent des Handelsvolumens kassieren. Bei Optionen 0,01 Prozent des sogenannten Underlying-Volume. Siehe auch FAZ-Artikel.
Ich persönlich halte diese Steuer für eine blanke Katastrophe. Es mag zunächst recht wenig klingen: 0,1 % vom Handelsvolumen. Wenn man aber bedenkt, dass manche Abwicklungsbank weniger verlangt, dann sieht das schon anders aus. Das wäre in etwa so, als würde die Umsatzsteuer auf Waren mehr als 100% betragen.
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Freitag, 26. April 2013
Ich habe heute in der Süddeutschen Zeitung gelesen, dass die Honorarberatung gesetzlich geregelt werden soll. Ich selbst biete ja eine Honorarberatung in München an, bin also prinzipiell für ein solches transparentes Modell in der Finanzberatung. Da ich aber in der Praxis so einiges erlebe, muss ich vor einem warnen: der Gleichsetzung von “Honorarberatung” und “guter Finanzberatung”.
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